Schreck vor den Feiertagen: Die Feuerwehrabteilung Stadt musste zum Café Charlott ausrücken. Ein Rauchmelder hatte Alarm geschlagen, der Einsatz verlief noch einmal glimpflich.
Aufmerksame Passanten hatten bemerkt, dass es in dem alten Fachwerkhaus mitten in der Altstadt laut piepte. Daraufhin alarmierten sie die Feuerwehr.
Die Abteilung Stadt rückte mit zwei Fahrzeugen und unter der Leitung des stellvertretenden Gesamtwehrkommandanten Rainer Volm an und konnte die Ursache für das Auslösen des Rauchmelders schnell ausmachen. Es handelte sich um völlig verbranntes Essen in der Küche des beliebten Haigerlocher Cafés.
Laut Michael Haid von der Betreiberfamilie waren am Mittwochabend zwei Töpfe mit Lammhaxen und Gulasch zur Vorbereitung in den Ofen gestellt worden, dann aber wurde vergessen den Ofen auszuschalten. Deshalb schmurgelte das Fleisch die Nacht vor sich hin.
Missgeschick beeinträchtigt Betrieb des Cafés nicht
Neben Sicherungsmaßnahmen wurde das Gebäude belüftet und der „Brandherd“ mit der Wärmebildkamera überprüft. Nach kurzer Einsatzzeit konnte das Gebäude den Eigentümern übergeben werden. „Glück im Unglück dank des Rauchmelders“: kommentierte die Haigerlocher Feuerwehr den Verlauf dieses Einsatzes auf ihrer Facebookseite
Ähnlich sah es auch Michael Haid. „Noch mal Glück gehabt“, zeigte er sich am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung erleichtert. Außer zwei Töpfen voller kohlrabenschwarzem Fleisch ist keinerlei Sachschaden entstanden. Trotz des Missgeschicks ging der Betrieb des Cafés unvermindert weiter.
Vor acht Jahren brannte es richtig im „Charlott“
Im September 2017, noch unter den vormaligen Betreibern des „Charlott“, hatte es noch ganz anders ausgesehen: Damals war nach Mitternacht in der Nacht in der Küche ein Feuer ausgebrochen. Nach Erkenntnissen von Sachverständigen sehr wahrscheinlich ausgelöst durch den technischen Defekt an einem elektrischen Gerätes.
Der Brandschaden im Gebäude betrug damals rund 100 000 Euro. Ein 45-jähriger Bewohner des Gebäudes – er hatte Alarm geschlagen – musste mit der Drehleiter aus dem Obergeschoss des Hauses in Sicherheit gebracht werden.
Die Feuerwehr war seinerzeit mit elf Fahrzeugen und über 40 Einsatzkräften fast zehn Stunden im Einsatz. Als der Brand in der Küche nämlich schon erledigt schien, quoll wenige Stunden später erneut Rauch aus dem Fachwerk des im 17. Jahrhundert erbauten Gebäudes und die Feuerwehr musste noch einmal in der Oberstadtstraße anrücken.