Die Feuerwehrleute nutzen eine Drehleiter, um bis zum Feuer vorzudringen. Foto: Schimkat

Das Haus ist jetzt erst einmal unbewohnbar – ein Feuer zerstörte am Freitagabend eine Ferienwohnung im Panoramaweg. Die Wohnung stand zwar leer – für die Hausbewohner aber hat der Brand dennoch gravierende Folgen.

Unterkirnach - Es war am Freitagabend gegen 20.30 Uhr, als laut Mitteilung der Polizei im Bereich der Küche, vermutlich irgendwo beim Herd oder Kühlschrank, das Feuer ausbrach. Von dort soll das Feuer auf den Rest der Ferienwohnung übergegriffen haben und schließlich in den gesamten Dachstuhl gekrochen sein.

Was genau den Brand ausgelöst hat, war zunächst noch unklar. Ermittlungen, welche die Polizisten des Polizeireviers in St. Georgen aufgenommen haben, sollten das nun klären.

Begehung noch am Samstagmorgen

Noch am Samstagmorgen habe eine Begehung des Brandortes mit Spurensicherung stattgefunden, erläuterte Kriminalhauptkommissar Thomas Pecher von der Pressestelle des zuständigen Polizeipräsidiums in Konstanz am Sonntagmorgen gegenüber unserer Zeitung. Die kriminaltechnische Untersuchung des Brandortes sei, so Pecher, "soweit abgeschlossen". Sie habe keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandursache ergeben. "Es geht eher in Richtung technischer Defekt."

Erlösende Nachricht kommt rasch

Ob dieser beim Kühlschrank, dem Herd oder etwa einem anderen elektrischen Gerät in der Ferienwohnung aufgetreten ist, konnte die Polizei am Sonntagmorgen nicht klären. Sicher war bereits am Freitagabend, dass nach Brandentdeckung in diesem Bereich Flammen gesehen worden waren.

Die erlösende Nachricht stand ohnehin bereits am Freitagabend über allem: Personen kamen durch den Brand nicht zu Schaden. Zumindest nicht gesundheitlich – denn die Folgen für die Bewohner des Hauses dürften gravierend sein.

Gebäude vorerst unbewohnbar

Laut Informationen unserer Zeitung ist das Gebäude vorerst nicht mehr bewohnbar. Vor allem die linke Gebäudeseite sei durch das Feuer sowie die Löscharbeiten in der Nacht zum Samstag in Mitleidenschaft gezogen worden. Es müsse geklärt werden, ob das Haus sogar einsturzgefährdet sei, war zu erfahren.

Welle der Hilfsbereitschaft

Die Hilfsbereitschaft in Unterkirnach für die Opfer war offenbar groß. Die Bewohner des Brandhauses seien bei Bekannten untergekommen. Die Bestürzung im Ort war groß – und viele sagten Hilfe in Form von Sachspenden oder sonstigem Beistand zu.

Enormes Engagement zeigten indes auch nachts zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. So war die Feuerwehr von Unterkirnach selbst mit der gesamten Wehr im Einsatz. Unterstützung erhielten die Unterkirnacher von den Kameraden aus Villingen, die mit einer Drehleiter angerückt waren. Zudem war vorsichtshalber auch der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen vor Ort.