Großeinsatz in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Im "Vital- und Wellnesshotel Albblick" in Salzstetten kam es zu einem Kellerbrand. Das Hotel musse evakuiert werden. Foto: Feuerwehr Waldachtal

Ein Kellerbrand im Hotel Albblick in Salzstetten forderte in der Nacht auf Sonntag rund 160 Einsatzkräfte. Drei Mitarbeiter des Hotels wurden verletzt. Rund 70 Gäste wurden im Sportheim untergebracht.

Waldachtal-Salzstetten - Als um ein Uhr nachts die Feuerwehr alarmiert wurde, gingen die Einsatzkräfte zunächst von einem Gefahrguteinsatz aus. Schnell wurde jedoch laut Michael Krüger, Pressesprecher der Feuerwehr Waldachtal, klar, dass es sich um einen massiven Kellerbrand im Untergeschoss des Hotels handelte. Denn beim Eintreffen der Rettungskräfte waren von außen bereits offene Flammen im Untergeschoss erkennbar. Zahlreiche Räume seien stark verraucht gewesen, unter anderem der Wellnessbereich des Hotels.

Evakuierung läuft ohne Panik ab

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Evakuierung des Hotels mit rund 70 Hotelgästen bereits in vollem Gange. "Trotz dieser Umstände ging alles ruhig vonstatten. Niemand ist panisch geworden", berichtet Krüger im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Gäste wurden größtenteils aus dem Schlaf gerissen und hätten nicht viel Zeit gehabt, dass Hotel zu verlassen, "Manche hatte noch nicht mal Socken an", so Krüger.

Umgehend wurde parallel die Brandbekämpfung mit zeitweise vier Atemschutztrupps und vier C-Rohren gleichzeitig durchgeführt. Das Feuer war nach etwas mehr als einer Stunde unter Kontrolle und soweit gelöscht, die Nachlöscharbeiten waren gegen 6 Uhr abgeschlossen. Es mussten beispielsweise noch Glutnester in Zwischendecken bekämpft werden. "Die Bedingungen waren nicht einfach, was die Positionierung der Fahrzeuge in diesem Bereich angeht. Der Zugang im Hotel war dagegen unkompliziert", berichtet der Pressesprecher.

Aufgrund der vielen Fahrzeuge der Einsatzkräfte um das Gelände des Hotels herum konnten Hotelgäste, die mit dem Auto angereist waren, auch nicht spontan abreisen. "Alle Hotelgäste wurden dankenswerterweise im nahe gelegenen Sportheim der Sportfreunde Salzstetten untergebracht und durch das DRK betreut und verpflegt", berichtet Krüger.

Hotelgäste werden im Sportheim untergebracht

Trotz dieser schwierigen Umstände seien die Menschen sehr dankbar und auch voll des Lobes für die Organisation gewesen, berichtet der Feuerwehrsprecher. An Schlafen sei für die Gäste nicht mehr zu denken gewesen. Sie hielten sich im Gaststättenbereich des Sportheims auf. Am frühen Morgen hätten die Gäste ihre Sachen aus den Zimmern holen können und seien abgereist.

Insgesamt wurden drei Personen durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht; alle drei mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung.

Am Einsatz waren insgesamt 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 40 Kräfte des Rettungsdienstes und von DRK Bereitschaften, zehn Kräfte der Polizei, die Bürgermeisterin der Gemeinde Waldachtal, der Kreisbrandmeister, drei Notfallseelsorger sowie der Bauhof der Gemeinde Waldachtal beteiligt.

Führungsgruppe Waldachtal/Pfalzgrafenweiler leitet den Einsatz

Einsatzleiter war der Kommandant der Feuerwehr Waldachtal, Marco Nofz. Die Einsatzleitung bildete die Führungsgruppe Waldachtal/Pfalzgrafenweiler und unterstützte den Einsatzleiter in allen Tätigkeiten.

Eingesetzt im Detail waren die Feuerwehren Waldachtal, Pfalzgrafenweiler, Freudenstadt und Horb a. N.ckar. Ebenfalls im Einsatz: der Rettungsdienst des Landkreises Freudenstadt mit mehreren Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie der leitende Notarzt, der organisatorischer Leiter Rettungsdienst sowie die Gebrüder-Gründler-Stiftung.

Das DRK war mit Mitgliedern der Ortsvereine Waldachtal, Ihlingen/Rexingen, Empfingen, Eutingen, Bildechingen, Wittendorf und Talheim vor Ort – als Komponenten Betreuung, Technik und Sicherheit sowie Verpflegung.

Kälte setzt den Einsatzkräften zu

"Zwischen allen Beteiligten war die Zusammenarbeit sehr lobenswert", so Krüger. Die Witterungsbedingungen waren alles andere als einfach für die Einsatzkräfte. "Die Kälte – es waren minus zwei Grad circa – haben den Einsatzkräften einiges abverlangt."

Übrigens: Es war der zweite Feuerwehreinsatz im Hotel innerhalb weniger Wochen. Damals war ein Wäschetrockner in Brand geraten.