Für großes Aufsehen hat am 19. August der Brand in einem Mehrfamilienhaus in Oberkollbach gesorgt. Inzwischen sind seit dem Unglück mehr als zwei Monate vergangenen. Wie ist der Stand der Ermittlungen?
Kurz nach dem Brand teilte die Polizei über die Ursache des Feuers mit, dass es ein technischer Defekt gewesen sein könnte. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt.
An diesem Sachstand habe sich nichts geändert, teilte jetzt eine Sprecherin der Polizeidirektion Pforzheim auf Anfrage unserer Redaktion mit.
Das Feuer brach in einem Zimmer im ersten Obergeschoss des viergeschossigen Hauses aus. Der Brand breitete sich schnell in Richtung des Dachstuhles aus, berichtete die Polizei seinerzeit.
Haus ist nach dem Feuer unbewohnbar
Der Rettungsdienst brachte vier Bewohner, darunter zwei Kleinkinder, mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf rund 500 000 Euro.
Das Haus wurde durch den Brand unbewohnbar, teilte Stefanie Stocker, Pressesprecherin des Kreisfeuerwehrverbandes Calw, seinerzeit mit. Für die drei Familien mit zwölf Personen musste deshalb eine andere Unterkunft gefunden werden.
Der Einsatz der Feuerwehr dauerte mehr als fünf Stunden. Zur Sicherheit der Einsatzkräfte wurde das Brandhaus vom Stromnetz abgeklemmt, so Stocker. Feuerwehren, Rettungsdienst, Rotes Kreuz und Polizei waren mit rund 90 Einsatzkräften vor Ort.
Große Solidarität
„Es stehen alle unter Schock“, sagte Oberreichenbachs Kämmerer Benjamin Wick kurz nach dem Unglück. Der Bauhof der Gemeinde Oberreichenbach richtete unmittelbar nach der Katastrophe eine Mietunterkunft für die Familie mit den beiden Kleinkindern her. Die anderen Bewohner kamen bei Verwandten und Bekannten unter.
Das Unglück sorgte in Oberkollbach für eine große Solidarität.
So stellte die Nachbarschaft nach den Worten von Kämmerer Wick Sachspenden zur Verfügung.