Das Feuer war im Erdgeschoss des Hauses ausgebrochen. Foto: Udo_Zink

Am Samstagabend geht ein Alarm ein – am Ende sind weit mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Co. vor Ort. In Zwerenberg war in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude ist vorerst nicht mehr bewohnbar.

Am frühen Samstagabend alarmierte gegen 17.50 Uhr die Integrierte Leitstelle (ILS) in Calw die Feuerwehren Neuweiler, Altensteig und Calw zu einem Wohnhausbrand in den Zwerenberger Gartenweg. Dort war im Erdgeschoss eines vierstöckigen Wohnhauses ein Brand ausgebrochen – vermutlich ausgelöst durch Schweißarbeiten. Das teilt der Kreisfeuerwehrverband mit.

Die Bewohner hatten sich selbstständig aus dem Gebäude retten können. Zwei Menschen kamen wegen einer leichten Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Rauch im Gebäude verteilt

Der heiße Brandrauch verteilte sich im gesamten Gebäude, wie Udo Zink, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands berichtet. Die Decken waren überwiegend mit Holzdecken verbaut. Diese mussten alle abgetragen werden, um zu verhindern, dass versteckte Glutnester einen erneuten Brand entfachen. Bedingt durch die hohe körperliche Anstrengung und Außentemperaturen von knapp 30 Grad Celsius mussten viele Atemschutzgeräteträger herangeführt werden, so dass die Trupps sich regelmäßig von der anstrengenden Arbeit erholen konnten.

„Ich bin froh, dass sich bei den Bewohnern und den Einsatzkräften niemand schlimmer verletzt hat. Die Zusammenarbeit mit den zwei Überlandhilfen Altensteig und Calw hat sehr gut funktioniert“, berichtet Einsatzleiter Anton Höschle.

So unterstützte die Feuerwehr Altensteig bei den Löscharbeiten direkt. Die Feuerwehr Calw sorgte mit dem „Abrollcontainer Atemschutz“ dafür, dass die Atemschutzflaschen getauscht werden konnten. Denn nach Einsatzende müssen wieder geprüfte Geräte für den nächsten Einsatz auf den Fahrzeugen bereitstehen.

Bewohner kommen erst einmal bei Verwandten unter

Noch in der Nacht wurden in der Feuerwehrwerkstatt des Landkreises Calw die gebrauchten Geräte gereinigt und auf Sicherheit überprüft. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Volker Renz eilte ebenfalls zum Ort des Geschehens und unterstütze die Einsatzleitung. Neuweilers Bürgermeister Martin Buchwald war ebenfalls in Zwerenberg am Brandort und kümmerte sich um die Versorgung der eingesetzten Kräfte.

Auch ein Mitarbeiter der Netze BW kam zum Einsatz und schaltete das Gebäude frei, so dass die Unfallgefahr durch einen Stromschlag gebannt war. Ein Mitarbeiter der Schwarzwald-Wasserversorgung sorgte dafür, dass ausreichend Löschwasser zur Verfügung stand.

Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Die Bewohner sind bei Verwandten untergekommen. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 200 000 Euro.

Die Feuerwehr Neuweiler stellte in der Nacht zum Sonntag eine Brandwache und kontrollierte in regelmäßigen Abständen mit einer Wärmebildkamera die Temperaturen im Gebäude.

Die Feuerwehren waren mit rund 100 Feuerwehrkräften und 16 Fahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst und der DRK-Ortsverband Neubulach/Neuweiler waren mit neun Kräften und vier Fahrzeugen vor Ort, die Polizei mit vier Beamten und zwei Fahrzeugen, die Netze BW und die Schwarzwald-Wasserversorgung mit je einem Mitarbeiter.