Nach dem Wohnhausbrand in Mühlhausen liegt mittlerweile das Gutachten des Brandsachverständigen vor. Foto: Andreas Maier

Ende Mai hat ein Wohnhausbrand in VS-Mühlhausen dazu geführt, dass mehrere Familien ihr Hab und Gut verloren haben. Wie es zu dem Feuer kam, dürfte aber wohl ein Rätsel bleiben.

Zwölf Menschen, darunter eine fünfköpfige Familie, verloren Ende Mai bei einem schlimmen Wohnhausbrand in der VS-Ortschaft Mühlhausen nicht nur ihr Dach über dem Kopf, sondern zum großen Teil auch ihr gesamtes Hab und Gut.

 

In jener Nacht von Freitag auf Samstag meldeten Bewohner des Hauses den Brand einer Terrasse an dem holzverkleideten ehemaligen Bauernhaus. Die Feuerwehr musste jedoch bei ihrem Eintreffen feststellen, dass bereits ein auf dem Grundstück befindlicher Wohnwagen, die angrenzende Hausfassade sowie der Dachstuhl des Gebäudes in Flammen standen.

Über Stunden hinweg dauerten die Löscharbeiten an dem Mehrfamilienhaus. Auch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass das Gebäude seitdem nicht mehr bewohnbar ist. Der Sachschaden wurde auf mindestens 600.000 Euro geschätzt.

Mehrere Spendenaktionen sorgten anschließend dafür, dass den betroffenen Menschen unter die Arme gegriffen werden konnte. Joachim Spitz, Gründer der ProKids-Stiftung, und Oberbürgermeister Jürgen Roth ließen unverzüglich ein Spendenkonto einrichten, auf das mehr als 23 000 Euro eingingen. Zudem konnten Sachspenden durch die Stiftung übergeben werden – auch private Initiativen sorgten für zusätzliche Unterstützung.

Brandsachverständiger untersuchte Ruine

Während die erste Hilfe für die Bewohner initiiert wurde, stand für die Polizei die Frage im Mittelpunkt: Wie konnte es zu dem Feuer kommen? Die Beamten setzten dabei auf die Expertise von Brandsachverständigen, die die Brandruine untersuchten.

Klar war danach aber erst mal nur eins: Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gibt es keine. Nähere Hinweise erhoffte man sich vom Gutachten der Brandsachverständigen. Dieses liegt nun vor, wie Polizeisprecher Patrick Zöller auf Anfrage unserer Redaktion erklärt.

Brand wurde nicht gelegt

Mit Gewissheit ausgeschlossen werden kann aber weiterhin nur die gezielte Brandlegung. „Die Ursache ist unklar, möglich ist ein technischer Defekt“, so Zöller. Im Dunkeln bleibt dabei, welches Gerät hierbei möglicherweise ursächlich gewesen sein könnte.

Das wird wohl auch weiterhin ein Geheimnis bleiben. Weitere Ermittlungsansätze gibt es für die Polizei nicht. Zöller: „Die Ermittlungen finden ihr Ende, sodass der Vorgang zeitnah abgeschlossen werden kann.“ Die letzten Fragen zu dem Wohnhausbrand in Mühlhausen bleiben demnach unbeantwortet.