Die Horber Feuerwehr wurde am Freitagmorgen alarmiert, weil Aluminium in einer Gießerei aus bislang unbekannten Gründen Feuer gefangen hatte. Foto: Feuerwehr Horb

In einer Gießerei im Horber Stadtgebiet kam es am Freitag zu einem Brand von geschmolzenem Aluminium. Die Ursache ist bislang unklar. Die Feuerwehr war mit insgesamt 17 Fahrzeugen vor Ort. Zwei Mitarbeiter kamen ins Krankenhaus.

Horb - Kurz nach zehn Uhr wurde die Feuerwehr Horb mit dem Stichwort "B6 Industriebrand" zu einem Betrieb im Stadtgebiet gerufen. Mehrere Personen hatten laut Pressemitteilung der Feuerwehr zuvor eine starke dunkle Rauchentwicklung am Gebäude gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich die Lage dann wie folgt dar:

In einer Gießerei kam es zu einem unklaren Brand von geschmolzenem Aluminium, das dann auf die Lüftungsanlage übergegriffen hatte. Durch Mitarbeiter der Firma wurde das Metall in der Folge abgedeckt und die Wärmezufuhr zum Schmelzbehälter unterbrochen. Dieses Vorgehen führte dazu, dass die Brandausbreitung sich letztlich nur auf die Lüftungsanlage begrenzte.

Zwei Mitarbeiter ins Krankenhaus eingeliefert

Nach der Erkundung durch den ersten Atemschutztrupp wurde ein Brand in der Lüftungsanlage festgestellt sowie noch mehrere kleine Kleckse von geschmolzenem Aluminium auf dem Boden. Die Brandstellen in der Lüftung wurden mit CO-Löschern gelöscht und anschließend mit der Wärmebildkamera kontrolliert.

Die Halle wurde gelüftet, um die massive Verrauchung der Halle zu beseitigen. Zwei Mitarbeiter der Firma wurden durch den Rettungsdienst mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht alle weiteren Mitarbeiter konnten ohne Schaden das Gebäude rechtzeitig verlassen.

Führungsgruppe nach kurzer Zeit aus dem Einsatz entlassen

Die Feuerwehr Horb war mit den Abteilungen Horb Stadt, Ahldorf, Bildechingen, Dettensee, Dießener Tal und dem Einsatzleiter vom Dienst und der Führungsgruppe vor Ort. Zur Unterstützung waren die Feuerwehren aus Waldachtal (mit Drehleiter), Freudenstadt (Gerätewagen Atemschutz), sowie Eutingen im Gäu, Empfingen und das THW Horb (je mit einem Mannschaftstransportwagen im Rahmen der Führungsgruppe) alarmiert.

Die Feuerwehren aus Freudenstadt und Waldachtal konnten ihren Einsatz auf der Anfahrt allerdings abbrechen, ebenfalls wurde die Führungsgruppe nach kurzer Zeit aus dem Einsatz entlassen, nachdem sich die Lage durch die Erkundung geklärt hatte. Insgesamt war die Feuerwehr mit 17 Fahrzeugen und 72 Personen vor Ort.