In der Nacht von Sonntag auf Montag kam es zu einem Brand in Gültlingen. Ein Bewohner zog sich ersten Erkenntnissen zufolge schwere Brandverletzungen zu. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden.
Durch viel Glück und wahrscheinlich durch den ein oder anderen Schutzengel kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu keinem schlimmeren Brand. Kurz nach Mitternacht wurde die Feuerwehr zu einem Brand in Gültlingen alarmiert.
Dabei zog sich ein Bewohner schwere Brandverletzungen zu, wegen denen er vor Ort behandelt und schließlich mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen wurde, erläuterte Christian Schulze, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim auf Anfrage unserer Redaktion. Das Feuer konnte durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden.
Ein Feuerwehrmann, der in der Nähe wohnt, hatte den Brand auf einem Balkon im ersten Obergeschoss – direkt unter dem Dachgiebel – entdeckt und machte sich sofort auf den Weg zur Wache, erzählt Abteilungskommandant Thomas Bacher im Gespräch mit unserer Redaktion am Montagmorgen. Die Frau des Kameradens wählte derweil die 112.
Sofa fängt Feuer
Nur wenige Minuten später traf die Feuerwehr am Einsatzort ein und begann sofort das Feuer auf dem Balkon zu löschen. Da die Wohnung zum Glück bereits offen war, konnte die Feuerwehr schnell arbeiten.
Das Sofa im Wohnzimmer der Wohnung hatte aus bisher unbekannten Gründen Feuer gefangen. Ersten Erkenntnissen zufolge könne die Polizei einen technischen Defekt ausschließen, erklärte Schulze. Ein Eigenverschulden dagegen sei nicht ausgeschlossen.
Der Bewohner reagierte laut Bacher schnell und schaffte das brennende Möbelstück hinaus auf den Balkon. „Als wir eintrafen sah es recht wild aus. Der Balkon – beziehungsweise das Sofa – stand nahezu in Vollbrand“, erläutert der Abteilungskommandant. Auch die Holzfassade des Balkons wurde durch den Brand beschädigt.
Fünf Minuten machen Unterschied
„Es war großes, großes Glück“, betont Bacher im Gespräch. Durch die Lage des Balkons und der Ausbreitung des Feuers hätte es innerhalb von nur fünf Minuten höchstwahrscheinlich zu einem Dachstuhlbrand kommen können. Durch das schnelle Eingreifen des Feuerwehrmannes in der Nachbarschaft sowie der Feuerwehren Gültlingen, Sulz am Eck und Wildberg mit insgesamt 41 Einsatzkräften wurde Schlimmeres verhindert. Die hinzugekommenen Rettungskräfte versorgten den Bewohner vor Ort, bevor er mittels Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen wurde.