Die Feuerwehr muss momentan häufig zu Asylbewerberunterkünften ausrücken. (Symbolfoto) Foto: dpa

Schon wieder brennt es in einem baden-württembergischen Asylbewerberheim. Dieses Mal in Eppingen. Schuld war dieses Mal aber wohl ein technischer Defekt.

Eppingen - In einer Flüchtlingsaufnahme in Eppingen (Kreis Heilbronn) hat am Dienstag ein Wohncontainer gebrannt. Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte ein technischer Defekt den Brand ausgelöst, wie es in einer Mitteilung hieß. Hinweise auf Brandstiftung lägen nicht vor. Der Container war demnach zwar bewohnt, stand aber in der Nacht leer und war abgeschlossen. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner kamen in anderen Räumen unter. Das Feuer war schnell gelöscht.

Das Asylbewerberheim ist nach Angaben des Landratsamtes Heilbronn die größte Unterkunft der Region und zentrale Aufnahmestelle im Kreis. Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich dort 79 Bewohner auf. Der Schaden am Container wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Zunächst hatte die Polizei vermutet, dass sich darin eine Gemeinschaftsküche befunden hatte. Dies habe sich nicht bestätigt, sagte ein Sprecher.

In den vergangenen Monaten hatte es im Südwesten zwei Brandstiftungen in geplanten Flüchtlingsunterkünften gegeben, die vermutlich einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatten. In der Nacht zum Montag sorgte ein Feuer in einer bewohnten Unterkunft für Flüchtlinge in Rottenburg (Kreis Tübingen) für Aufregung. Sechs Menschen wurden verletzt. Die Ursache wird noch ermittelt.

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