Mit einer Wärmebildkamera wird das Haus überprüft. Foto: Wagner

Zu einem Brand bei einer Villa ist die Feuerwehr am Samstag gegen 17.22 Uhr ausgerückt. Zuerst deutete manches auf Brandstiftung. War’s aber nicht.

Empfingen - Ein dunkler Fleck vor einer Balkontür und Spuren von Ruß, die sich am geschlossenen Rolladen hochziehen. Allein schon dieses Foto deutet auf Brandstiftung. Doch die Feuerwehr fand schnell heraus, dass es sich nicht um einen neuen Fall von Vandalismus in Empfingen handelt.

Zu einem Wohnhausbrand rückte die Feuerwehr Empfingen am Samstag, 11. Juni, um 17.22 Uhr aus. Wie die Feuerwehr berichtet, brannte vor einem Anwesen mit einer Villa eine Hecke auf ungefähr 20 Metern Länge. Auch Teile des Gebäudes brannten bereits, als das erste Löschfahrzeug am Brandort ankam. Durch das schnelle Eingreifen von Nachbarn konnten eine Brandausbreitung auf weitere nahegelegene Gebäude verhindert werden. Unter Atemschutz und mit zwei C-Rohren konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde niemand. Nachdem der Einsatzort mit der Wärmebildkamera überprüft wurde, konnte der Einsatz schnell beendet werden, so die Feuerwehr.

Nachbarwehr wird alarmiert

Aufgrund der B5-Alarmierung (in der Feuerwehrklassifizierung bedeutet das "Brand, sehr groß") wurden neben der Gesamtwehr Empfingen mit sechs Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften unter Einsatzleitung von Kommandant Dieter Eger noch die Führungsgruppe Horb/Empfingen/Eutingen und von der Feuerwehr Horb das Drehleiterfahrzeug und das Tanklöschfahrzeug 24/50 mitalarmiert. Diese konnten aber während der Anfahrt den Einsatz wieder beenden. Denn: Zu dem Zeitpunkt war die Gefahr gebannt, und die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz, das mit zwei Rettungswagen vor Ort war, konnte wieder abrücken. Niemand kam zu Schaden, die Brandursache war ein Akku-Rasenmäher. Das beim Balkon abgestellte Gerät war offenbar so heftig in Brand geraten, dass es einen Funkenflug gab und die Hecke ebenfalls in Flammen aufging. Das führte auch zu einer Rauchwolke, die schon von weitem zu sehen war.

Info: Akkubrände vorbeugen – Tipps

Akkus richtig laden: Eine häufige Ursache von Akku-Bränden ist die Verwendung von falschen Ladegeräten. Nicht nur für Elektro-Autos gibt es Normal- und Schnelllader, sondern auch für Kleingeräte wie Smartphones, Tablets oder elektronische Zigaretten. Denn: Ist die Energiezufuhr für das Gerät zu hoch, kann es anfangen zu brennen.

Nicht bis zum "letzten Funken" warten: Darauf achten, dass der Akku beim Gebrauch nicht vollständig entladen wird. Eine sogenannte Tiefenentladung kann den Akku beschädigen und beim Wiederaufladen die Brandgefahr erhöhen.

Vorsicht bei Billigprodukten: Akkus von Handys oder Qualitätsprodukten sind in der Regel gut gesichert. Nicht aber manche billigen Akku-Geräte, Einzelakkus oder selbst gebastelte Geräte und Einrichtungen.

Gefahr bei Hitze: Ein Smartphone-Akku hat nicht nur bezüglich Lademenge eine "Wohlfühlzone", die – je nach Gerät – zwischen zirka 20 Prozent und 80 Prozent liegt, sondern auch bevorzugte Außentemperaturen während des Ladevorgangs von zirka 10 bis 30 Grad. An Hitzetagen sollte deshalb das Laden des Akkus auf den Abend oder auf den Morgen verschoben werden, und in der prallen Sonne sollte gänzlich auf das Laden verzichtet werden.

Akkus richtig lagern: Gerade E-Bikes und -Scooter sowie Gartengeräte (Rasenmäher, Heckenscheren) werden oft nicht das ganze Jahr über verwendet. Wer sein Gerät lange nicht braucht, sollte den Akku rausnehmen und ihn in kühler Umgebung lagern.

Rechtzeitig austauschen: Wenn das Gerät nach einer Beschädigung ungewöhnlich reagiert, zum Beispiel zu lange fürs Laden braucht oder sehr warm wird, muss der Akku ausgetauscht werden. In jedem Fall gilt dies auch, wenn der Akku offensichtlich Verformungen oder mechanische Beschädigungen aufweist – dann kann ein spontaner Brand unmittelbar bevorstehen.