Saki gibt alles dafür, dass er seine Gäste noch diese Woche wieder im Zuma in der Villinger Färberstraße beglücken kann. Foto: Marc Eich

Keine Woche ist nach dem Brand im Restaurant Zuma in der Villinger Färberstraße vergangen, da verkündet Inhaber Saki schon die baldige Wiedereröffnung. So hat er das Feuer erlebt.

Von einem seiner schwersten Schicksalsschläge spricht Athanasios Bantolas – besser bekannt als Saki – nach dem Brand in seinem Restaurant in der Villinger Färberstraße. Wer den Vollblut-Gastronomen kennt, weiß: So schnell lässt sich Saki nicht unterkriegen. Und so überrascht es nicht, dass das Zuma in Rekordzeit wieder Gäste empfangen soll.

 

Danach sah es am vergangenen Freitag allerdings nicht aus. Das Küchenteam war mit den Vorbereitungen für einen ausgebuchten Abend beschäftigt, als das Unheil gegen 17.30 Uhr seinen Lauf nahm. „Wir hatten 120 Reservierungen“, erklärt Saki.

Um für den Ansturm gewappnet zu sein, war man in der Küche damit beschäftigt, Pommes Frites vorzufrittieren. Dann habe sein Koch ihn zu sich gerufen. „Das Fett war ganz schwarz“, erklärt der Gastronom. Unverzüglich habe er versucht, das Gerät auszuschalten, was allerdings nicht möglich gewesen sei – möglicherweise aufgrund eines Defekts an der Fritteuse.

Dann ging seinen Angaben zufolge alles ganz schnell: Innerhalb weniger Sekunden stand das Gerät in Flammen und der Brand ließ sich nicht mehr bändigen. Während der Notruf getätigt wurde, scheiterten Löschversuche. Den Inhaber musste das Team quasi aus der Küche zerren, um ihn zu retten. „Das Feuer war so brutal, meine Hand ist verbrannt“, so Saki. Auch der Koch trug Verbrennungen davon.

In der Küche entstand ein großer Schaden

Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte einen Totalschaden. Die Polizei, die den Schaden zunächst auf 90 000 Euro schätzte, versiegelte den Brandort. Nachdem die Beamten die Küche freigegeben hatten, konnte der Gastronom das ganze Ausmaß des Feuers begutachten. „Es sah verheerend aus: alles verrußt, einige Geräte und insbesondere Utensilien kaputt“, erklärt er. Selbstredend, dass sämtliche Lebensmittel entsorgt werden mussten.

Für Saki war aber klar: Er möchte sofort alles dafür tun, wieder Gäste im Restaurant empfangen zu können. „Das bricht mir sonst das Herz“, sagt er. Bestärkt wurde er dabei durch enormen Zuspruch mit unzähligen Anrufen und hunderten Nachrichten. Seit der Freigabe sind der Inhaber, sein Team und Freunde damit beschäftigt, die Küche auszuräumen und zu reinigen.

Am Donnerstag soll es wieder weiter gehen

Innerhalb von zwei Tagen soll die Küche des Zuma – wenn auch teilweise provisorisch – wieder zum Laufen gebracht werden. Der Elektriker hat bereits seine Arbeiten, unter anderem an der beschädigten Lüftungsanlage, zugesichert, der Maler ist ebenfalls für Mittwoch bestellt. „Wir geben Vollgas, dass die Küche wieder läuft“, gibt sich der Gastronom kämpferisch.

Und deshalb ist er überzeugt – „zu 99,9 oder eher 100 Prozent“ –, dass das Zuma am Donnerstag, 11. Dezember, wieder öffnen kann. Schließlich haben zahlreiche Gäste ihre Weihnachtsfeiern im bekannten Restaurant gebucht. Und wenn Saki etwas nicht haben kann, dann, dass er Gäste enttäuschen muss. „Es war schlimm genug, dass wir nach dem Brand allen absagen mussten.“ Deshalb werden er und sein Team alles daran geben, nicht einmal sechs Tage nach dem Brand das Restaurant wieder zu eröffnen.