Vor einem Monat hat ein Brand den Arena-Club in der Schwenninger Alleenstraße zerstört. Jetzt gibt’s Neuigkeiten vom Betreiber – aber auch von der Polizei zur Brandursache.
Es war in einer Nacht kurz vor Weihnachten, als ein Feuer im Inneren des Arena-Clubs die Zukunft der Gastronomie scheinbar zunichte gemacht hatte.
Das aus zunächst noch ungeklärten Gründen ausgebrochene Feuer in der Küche hatte einen Großeinsatz der Feuerwehr zur Folge, die den Brand zwar unter Kontrolle bringen konnte, aber – so schien es zunächst – eine komplette Zerstörung des Clubs nicht verhindern konnte.
Betreiber Sertac Gülenc war noch während der Löscharbeiten zum Unglücksort geeilt und traute seinen Augen nicht, als er die lodernden Flammen in seinem Gastronomiebetrieb, den er erst vor Kurzem komplett saniert hatte, erblickte.
Doch schon damals hatte er den Eindruck, dass der Brand nicht das gesamte Innere der Räumlichkeiten zunichte gemacht hatte, sondern nur den rechten Teil. Was Sertac Gülenc also einen Tag später im Gespräch mit unserer Redaktion vermutet hatte, sei inzwischen bestätigt worden, erzählt er jetzt in einem erneuten Gespräch.
Gutachter der Versicherung vor Ort
Denn nicht nur die Polizei habe nach dem Brand ihre Ermittlungen aufgenommen, es sei auch ein Versicherungsgutachter des Hauseigentümers vor Ort gewesen, um den Schaden zu inspizieren.
Vom Gutachter habe er nun die – mündliche – Bestätigung, dass der Hauptraum der Gastronomie „noch ganz“ sei und nur Küche – besser gesagt der frühere Shisha-Vorbereitungsraum – und Decke zerstört worden seien.
Kein Abriss des Gebäudes notwendig?
Das bedeute zum aktuellen Zeitpunkt, dass ein Abriss nicht notwendig sei und stattdessen eine Kernsanierung den Arena-Club wieder betriebstauglich machen könnte. Doch richtig erleichtert klingt der Betreiber dennoch nicht.
„Ich bin gespannt, was der Eigentümer macht und inwieweit die Versicherung überhaupt zahlt“, sagt Gülenc, der rund 60 000 Euro in die jüngste Sanierung gesteckt hatte. Seither sei der Club „richtig gut gelaufen“.
Suche nach Ursache des Brandes
Und wie konnte es überhaupt zu diesem verheerenden Brand kommen? Er sei noch am Mittag vor dem Brand in den Räumlichkeiten gewesen und sich sicher, dass jegliche Kühlschränke ausgesteckt gewesen seien, berichtet der Gastronom. Bereits im Dezember hatte er eine mögliche Brandstiftung nicht ausschließen wollen.
Auf Nachfrage bestätigt nun Polizeisprecher Daniel Brill, dass die Ermittlungen ebenfalls in diese Richtung gehen. „Es steht der Verdacht der Brandstiftung im Raum“, so der Sprecher. Zwar hätten sich trotz des Aufrufs der Beamten bislang keine Zeugen gemeldet, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben und diesen Verdacht erhärten konnten, doch insbesondere die bisherigen Ermittlungen deuten seinen Angaben zufolge darauf hin, dass keine technische Ursache für das Feuer verantwortlich ist.
Gutachten brachte Erkenntnisse
Insbesondere das Gutachten eines Brandsachverständigen sei hilfreich gewesen bei diesem Erkenntnisgewinn. Während nach dem Brand mitgeteilt wurde, dass das Feuer „in der Küche“ ausgebrochen sei, halten sich die Beamten nun mit weiteren Details zurück. Insbesondere die Frage, ob eine Brandlegung am oder im Gebäude stattfand und ob bereits ein Tatverdacht im Raum steht, lässt Brill offen. Wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens könne er nicht detailliert auf mögliche weitere Erkenntnisse eingehen.