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Bräunlingen Windkraftanlagen: Gegner machen mobil

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An solchen Windkraftanlagen scheiden sich auch in Bräunlingen die Geister. Zwischen Waldhausen und Döggingen stehen insgesamt sieben Windräder noch vor dem Genehmigungsverfahren. (Symbolfoto) Foto: © Massimo Cavallo – stock.adobe.com

Bräunlingen - Tiefgehend haben sich Hans-Peter Lützow und Horst Kritzer in den vergangenen Wochen beraten lassen: Was ist rechtlich möglich? Beim Stuttgarter Verein "Mehr Demokratie" haben sie Auskunft erhalten.

Sieben Prozent der Bürger müssen für ein Bürgerbegehren unterschreiben. Die Unterschriftenlisten sind fertig und können ab Mittwoch unterschrieben werden. Das Anliegen ist klar formuliert: "Sind Sie dagegen, dass die Stadt Bräunlingen in den nächsten drei Jahren Grundstücke der Gemeinde zur Errichtung von Windkraftanlagen verpachtet?"

Die Initiative, die aktuell aus einem harten Kern von sieben Personen besteht, ist zuversichtlich, dass sie die nötigen 400 Unterschriften zusammenbekommt und dass so die Bürger statt der Stadträte die Entscheidung treffen. "Die Rückmeldungen, die wir bislang erhalten haben, waren durchweg positiv", sagt Hans-Peter Lützow. Unterschreiben kann jeder ab dem 16. Lebenjahr, der seinen Hauptwohnsitz in Bräunlingen hat und eine deutsche oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzt. Bis zum 14. Juli ist Zeit, damit überhaupt noch ein Bürgerbegehren möglich ist.

Donnerstagabend soll es eine Informationsveranstaltung zum Bürgerbegehren, das unter dem Titel "Keine Verpachtung von Gemeindeflächen zur Errichtung von Windkraftanlagen" läuft, geben. Es soll jedoch keine Diskussionsveranstaltung über das Pro und Contra zur Windkraft werden. Die Initiative möchte über ihr Vorhaben informieren und dafür sensibilisieren, warum sie gegen den Windpark Bräunlingen ist, der mit sieben Anlagen zwischen Waldhausen und Döggingen entstehen soll.

Hauptkritikpunkt ist die "Verschandelung der Landschaft", der Naturschutz und auch die kulturelle Vergangenheit des Gebietes. Denn dort gibt es einige Keltengräber. "Ein Mitstreiter von uns hat auch schon mit dem Denkmalamt des Regierungspräsidiums gesprochen", sagt Lützow. Dass in dem Gebiet Windkraftanlagen gebaut werden sollen, sei dort nicht bekannt. Aber noch läuft auch das Genehmigungsverfahren nicht, denn bis zum September stehen erst einmal Windmessungen an. Im Gegensatz zur Länge werden in Bräunlingen die Gegner zu einem früheren Zeitpunkt aktiv. "Es ist gerade noch rechtzeitig", sagt Lützow. Und Horst Kritzer, der als Waldhauser Ortsvorsteher in der Ortschaftsratssitzung gegen die Verpachtung der städtischen Flächen gestimmt hatte, fügt hinzu: "Wir werden auf keinen Fall aufgeben."

Zu der Unterschriften-Aktion und dem angestrebten Bürgerbegehren gibt es am Donnerstag, 21. Juni, eine Informationsveranstaltung. Diese findet um 19.30 Uhr im Rathaus Waldhausen statt.

Ihre Redaktion vor Ort Donaueschingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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