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Bräunlingen Steuern spülen Geld in die Kasse

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Forstarbeiter Patrick Binder kümmert sich um Sturmholz im Bräunlinger Wald. Archivfoto: Harich Foto: Schwarzwälder Bote

War der Blick in die Kasse des Bräunlinger Kämmerers noch vor einigen ­Monaten eher wenig erfreulich, konnte Sebastian Grytner den Stadträten nun eine äußerst positive Nachricht aus dem ­halbjährlichen Finanzbericht geben.

Bräunlingen (guy). "Das ist Wahnsinn. Wir haben mit 6,7 Millionen Euro Einnahmen aus den Gewerbesteuern gerechnet, jetzt liegen wir bereits bei 7,6 Millionen Euro. Wir gehen davon aus, dass sich diese Zahl halten lässt", stellte er fest. So hätte man zum Ende des Jahres einen Überschuss von 900 000 Euro, wodurch allerdings auch die Höhe der Umlage für den Kreis ansteigen würde. "Das wird sehr schnell bemerkt, entsprechend geht es auch sehr schnell, dass die Umlage steigt", erklärte Grytner. Man solle sich allerdings nicht von den tollen Gewerbesteuer-Einnahmen blenden lassen: "Das wird nicht so weitergehen", mahnte FDP-Stadtrat Georg Baum.

"Wir wollen damit zeigen, wie die aktuelle Finanzlage ist. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass viele Projekte des Jahres erst in der zweiten Hälfte begonnen werden. So kommt etwa Waldhausen jetzt erst zur Umsetzung", erklärte Bürgermeister Micha Bächle. Bei all der Freude über die üppigen Gewerbesteuern bleibt jedoch mit dem Wald ein Wermutstropfen: "Hier konnten Erträge in Höhe von 561 431 Euro erwirtschaftet werden", so Grytner. Jedoch kristallisiere sich heraus, dass man das angestrebte Ziel von rund 1,4 Millionen Euro nicht erreicht werden könne. Man verfehle es voraussichtlich um zirka 200 000 Euro. "Auf die zu verzichten würde schon wehtun", so der Kämmerer. Der Grund sei auch im Holzpreis zu suchen, der laut Michael Mayer, Zentraler Holzverkauf und Logistik des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis, drastisch eingebrochen sei.

Käfer bereitet Probleme

"Wäre es nicht sinnvoll, den Einschlag ein wenig zu reduzieren und wenige einzuschlagen, damit wir den Wald als Ressource schonen können, bis die Preise wieder nach oben gehen?", erkundigte sich FDP-Fraktionssprecher Armin Ewald. Aktuell sehe es allerdings so aus, dass man im Stadtwald lediglich das ­dringend gebrauchte Holz zeitnah bediene: "Mehr momentan nicht. Wir warten da die Entwicklung der Käfersituation ab. In den umliegenden Gemeinden geht es da anders zur Sache", erklärte der Bräunlinger Förster Reinhard Merz. Man habe die ­Hoffnung, dass alles ruhig bleibe. "Wir warten bis Ende August und prüfen, wie es dann weitergeht", erläuterte der Bürgermeister.

Probleme bereitet der Befall durch Borkenkäfer, der sich besonders bei Trockenheit vermehrt. Aufgrund von ­Stürmen und starkem Käferbefall habe es in Bräunlingen im vergangenen Jahr ein Überangebot an Holz gegeben. Das Käferholz sorge aufgrund seiner Qualität allerdings dafür, dass der Holzpreis in den Keller ging.

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Cornelia Spitz

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