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Bräunlingen Stadthallensanierung kostet rund 800.000 Euro

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Kerstin Milse, Bürgermeister Jürgen Guse und Architekt Jürgen Köpfer (von links) stehen in der "ausgehöhlten" Bräunlinger Stadthalle. Foto: E.Kropfreiter

Bräunlingen - Damit die Gerüchteküche über enorme Mehrkosten beim Umbau und der Sanierung der Stadthalle in der Bevölkerung nicht weiter brodelt, hatten Bürgermeister Jürgen Guse, Kerstin Milse vom Stadtbauamt sowie Architekt Jürgen Köpfer gestern Nachmittag einen Vor-Ort-Termin angesetzt.

Wäre ein Neubau nicht kostengünstiger ausgefallen, so werde oft gefragt. Bürgermeister und Architekt konnten das eindeutig mit Nein beantworten. Nach dem eventuellen Abriss wäre ein neuer Standort mit allen Erschließungskosten fällig geworden. Die Mehrkosten gegenüber der jetzigen Sanierung der alten Halle schätzt man mit 1 Million Euro. Zwar hat sich die erste Kostenschätzung für die Stadthallensanierung in Höhe von 4,7 Millionen. Euro netto vom November 2012 einiges nach oben bewegt, das jedoch auch wegen unvorhersehbarer Punkte, wie Guse bei seinen Erläuterungen ausführte.

Diese Kostenschätzung stamme aus einer Zeit, als die Halle noch voll in Betrieb war. Trotzdem sei man nicht blauäugig herangegangen. Den maroden Boden, die Zwischenwände mit ihren nicht vorhandenen Fundamenten habe man kaum ahnen können. Außerdem sind im Brandschutz nach der jüngsten Brandkatastrophe in Titisee-Neustadt neue Auflagen erlassen worden, die sich verteuernd ausgewirkt hätten, so Köpfer. Auch für den Lärmschutz sowie zusätzliche Fluchtwege müsse nun mehr getan werden. Die eingeplanten technischen Verbesserungen wie Beleuchtung, Beschallung und ein höherwertiger Ausbaustandard belaufen sich auf 450 000 Euro. Nicht erkennbare Schwachstellen (schlechter Bauzustand) machten zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Mehrkosten 300 000 Euro. Darunter fällt auch eine thermische Verbesserung durch eine Fußbodenheizung. Die Dachsenkung und unbrauchbare Fundamente erfordern noch einmal 41 000 Euro mehr. Eine überarbeitete Kostenberechnung der Fachplaner und des Architekten vom Juli dieses Jahres hat eine gerundete Gesamtinvestitionssumme von zirka 5,5 Millionen. Euro (6,55 Mio. Euro inklusive Mehrwertsteuer) und damit eine Kostensteigerung um 791 000 Euro ergeben. Die muss über den Haushalt finanziert werden. An Fördermitteln fließt 1 Million Euro. Der verbleibende Anteil der Stadt wird bei zirka 4,5 Millionen. Euro liegen. Bürgermeister Guse wird in den nächsten Tagen beim Regierungspräsidium in Freiburg einen weiteren Antrag um Bezuschussung persönlich begründen. "Der Charakter der Halle bleibt erhalten und wir liegen mit der Sanierung im Zeitplan", erklärten die drei Informanten gestern übereinstimmend.

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Cornelia Spitz

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