Der Aufsichtsrat der "Bräunlinger Bergwelt AG": Gerhard Oscxhwald (von links), Filip Cizkovsky, "Fabi"-Horst Kritzer und Ulrich Knörzer. Foto: Rademacher Foto: Schwarzwälder Bote

Kurioses: Fiktive Firma für Bräunlinger Seilbahn ins Leben gerufen

Von Christina Rademacher

Da staunten sie nicht schlecht im Bräunlinger Rathaus, als sie im Schwarzwälder Boten am 26. Juni den Seilbahn-Artikel lasen.

Bräunlingen. Bürgermeister und Bauamt wissen nichts davon? Wo ist die Baugenehmigung? Sofort brach rege Geschäftigkeit aus. Wer ist überhaupt zuständig?

Es folgten Anfragen beim Landratsamt und beim Regierungspräsidium. Einige Stunden liefen die Telefone zwischen den Behörden heiß.

Doch schließlich klärte sich alles auf: Es ist ein privates Projekt einer Familie, vergleichbar mit einem Spielplatz – nur größer und aufwändiger. Und so konnte am Samstag im Rahmen eines Gondelfestes wie geplant der offizielle Spatenstich für das Projekt "Bregenbergbahn 2" erfolgen.

Ein echter Entertainer ist Initiator Filip Cizkovsky. Und so haben sich die Anwesenden während seiner halbstündigen Ausführungen köstlich amüsiert. Die "Bräunlinger Bergwelt AG" ist natürlich ein reines Gaudi-Unternehmen. Nur eines ist Realität: Die "Bregenbergbahn 2", der erste fahrbare Sessellift im Schwarzwald-Baar-Kreis, wird tatsächlich gebaut.

Zunächst eröffnete Vorsitzender "Doktor Urs Andermann" (alias Filip Cizkovsky) vor zahlreichen geladenen Gästen die dritte Jahreshauptversammlung der "Bräunlinger Bergwelt AG", in Schwiizerdütsch, versteht sich. Einige neue Investoren aus Tschechien wurden in der Landessprache begrüßt. Die Bräunlinger Bergwelt sei, das müsse man erwähnen, was Medien und Presse anbetrifft, endlich ganz oben angekommen. Er habe der Presse am Telefon ganz klar gesagt, "dass die über uns berichten müssen".

Im Zuge dessen habe er eine neue Unternehmensidentität erstellen müssen, mit neuem Logo und einer Website. Ferner gibt es ein neues Firmenmagazin namens "Bregenberg Inside". Seit Montag hängt ein großer Pistenplan an der Wand. Das habe sich positiv auf die Buchungszahlen ausgewirkt. Immerhin seien in der Gondel letztes Jahr etwa 50 Personen gesessen.

Die Bergwelt sei nun endgültig bei den weltweit tätigen Unternehmen angekommen und setze Maßstäbe. In diesem Zusammenhang wurden neue Aktien ausgegeben. Aufgrund der großen Investitionen gebe es dieses Jahr keine Dividende. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Ulrich Knörzer (Recht und Steuern), Gerhard Oschwald (Verkauf), "Herr Fabi" Horst Kritzer (Lobby und Lokales), Roman Moser (Technik und Entwicklung) und Paul Roßhardt (Presse). Danach schritt man mit Spaten und Schneeschaufeln zum offiziellen Spatenstich für das Projekt.

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