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Bräunlingen Neues Gerätehaus auf Weg gebracht

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So soll das neue Gerätehaus der Feuerwehr Unterbränd aussehen. Links der Teil, in dem das neue Fahrzeug untergebracht sein wird. Im rechten Teil befinden sich die sanitären Anlagen, Umkleideraum und Büro. Visualisierung: Ingenieurbüro Bernd Sättele Foto: Schwarzwälder Bote

Das neue Feuerwehrgerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr in Unterbränd ist auf den Weg gebracht. Die Stadträte stimmten in vergangener Sitzung der Planung zu, die Grundlage für den Bauantrag werden soll.

Bräunlingen-Unterbränd (guy). Die Ausschreibung soll nun beauftragt werden. Auch der Ortschaftsrat hat zuvor den Planungen zugestimmt.

Zuvor verschafften sich die Räte vor Ort im Gerätehaus einen Eindruck der aktuellen Situation. Bevor jedoch alle Besucher hineinpassten, musste erst das Feuerwehrauto hinausgefahren werden. Was blieb: der Dieselgeruch. Und eben das gehöre auch zur Problematik, so Abteilungskommandant Michael Becker: "Das Auto schließt mit der Tür ab, es bleibt nur ein kleiner Weg, um durchzukommen." Mit dem neuen Fahrzeug, das kommen soll, wäre der Platz nicht mehr ausreichend. Sanitäranlagen und Duschen gebe es nicht, erst vor ein paar Jahren habe man Wasser bekommen. Und schließlich der Dieselgeruch, in dem sich die Feuerwehrleute für den Einsatz richten. Kein Zustand. Mit dem neuen Haus und dem neuen Fahrzeug wolle man den Standort Unterbränd stärken, so Feuerwehr-Gesamtkommandant Martin Frey: "Die Entfernung zur Kernstadt beträgt acht Kilometer. Es ist der weiteste Weg nach Unterbränd. Taktisch ist es ein großer Vorteil, wenn jetzt hier mit dem neuen Auto auch etwas gemacht werden kann." Das Fahrzeug soll einen großen Wassertank bekommen.

Das neue Gerätehaus soll dafür ausreichend Platz bieten. Hat das bestehende eine Grundfläche von 75 Quadratmetern, wird das neue ganze 178 Quadratmeter aufweisen, erklärt Planer Bernd Sättele. Zudem wird es eine separate Umkleide, ein Büro, Toiletten und ein Dusche geben. Eine Bühne soll weiteren Platz bieten. Mit den Kosten von rund 384 000 Euro liege man auch in einem vertretbaren Bereich. Gesenkt werden die Kosten auch durch den hohen Anteil an Eigenleistungen der Wehr: "Pflasterarbeiten, Abbruch, Verspachtelungen im Innenbereich – um nur einige zu nennen. Rund 9000 Euro werden dadurch gespart. Eine gute Sache für Unterbränd", lobte Ortsvorsteher Winfried Klötzer. "Beim Bedarf kann man sich auch einig sein, dass die Anschaffung eine ist, von der nicht nur Unterbränd profitiert." Es würden viele Aufgaben in der Region wahrgenommen.

"Die Planung ist gelungen. Und es freut mich, dass wir es auch so machen, wie es die Feuerwehr will. Das es notwendig ist, wissen wir", sagte FDP-Fraktionssprecher Armin Ewald. Er gehe davon aus, dass auch die Eigenleistungen geschafft werden. Ähnlich sah es Rolf Schütz, CDU: "Wir stehen hinter den Zahlen, erwarten aber auch, dass sie eingehalten werden. Bei den Eigenleistungen bin ich mehr als zuversichtlich, dass es klappen wird."

"Wenn die Feuerwehr damit zufrieden ist, bin ich es auch", so Berthold Geyer, Sprecher der Gruppe 84. Er hoffe allerdings, dass das neue Gerätehaus fertig ist, wenn das neue Fahrzeug kommt. Besser kommuniziert werden müsse bei den Vorplanungen: "Plötzlich kommt da viel mehr." Er lobte die Eigenleistung der Wehr, ermahnte aber, sie nicht zu arg zu strapazieren: "Wir müssen daran denken, dass sie hier ihre Freizeit opfern", sagte Geyer. "Die Planung funktioniert, und die Feuerwehr ist zufrieden. Das wird klappen", so Clemens Fahl, SPD-Fraktionssprecher.

Man habe sich in mehreren Sitzungen mit dem Thema Gerätehaus beschäftigt: "Zuerst gingen die Kosten in Richtung der 500 000 Euro. Wir haben dann gemeinsam Abstriche gemacht. Allerdings unter der Prämisse, trotzdem regelgerecht zu bauen", so Bürgermeister Micha Bächle. Kernfrage sei, wie die Eigenbeteiligung der Stadt aussehe. "Ziel sind hier 250 000 Euro." Das soll einerseits mit Förderungen erreicht werden, aber auch mit der Ausschreibung. Wichtig sei auch eine realistisch eingeschätzte Eigenleistung der Feuerwehr Unterbränd. Der Kreisbrandmeister habe der Planung ebenfalls seine Zustimmung gegeben.

Die Feuerwehr Unterbränd werde mittlerweile öfter bei Einsätzen in Mistelbrunn ins Boot geholt, erläuterte Feuerwehr-Gesamtkommandant Martin Frey. Auch Sturmeinsätze gelte es immer öfter zu koordinieren. Besonders an der Kreisstraßenkreuzung im Wald komme es hier zu Einsätzen. Außerdem werde darauf geachtet, die Alarmierung auszuweiten, um genügend Leute zusammen zu bekommen. "Seit zwei Jahren sind wir auch auf der Schleife Waldhausen", erklärte Unterbränds Abteilungskommandant Michael Becker. Das sorgte 2019 für neun Einsätze. "Die Einsätze verändern sich", berichtete Unterbränds Ortsvorsteher Winfried Klötzer.

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