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Bräunlingen Medaille birgt noch ein Geheimnis

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René Hasenfratz, Auszubildender bei Dynacast, prüft die Form für die aktuelle Medaille 2019. Was darauf abgebildet ist, bleibt noch geheim. Deshalb ist sie auch von der Form der Jubiläumsmedaille 2017 verdeckt. Fotos: R. Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Großen Anklang fanden in den vergangenen beiden Jahren die Finisher-Medaillen für die Athleten des Schwarzwald-Marathons.

Bräunlingen. Nach der erfolgreichen Produktion der Jubiläumsmedaillen 2017 sowie den Plaketten im vergangenen Jahr wird auch die dritte Auflage für den anstehenden Marathon am Wochenende 12./13. Oktober beim Druckgussspezialisten Dynacast aus Bräunlingen produziert. "Inzwischen sind wir routiniert", sagt Ausbildungsleiter Sven Azevedo.

Ganz anders sah das noch vor zwei Jahren aus, als die Verantwortlichen des Schwarzwald-Marathons eine ganz besondere Medaille zum 50. Umlauf der Veranstaltung haben wollten. Roland Mall sollte die Jubiläumsmedaille zieren. Wie sollte man vorgehen? Schließlich war es schwierig, ein Foto von Roland Mall zu bekommen. Die Familie Mall stimmte dem Unterfangen zu, die Bildrechte des einzigen einigermaßen erhaltenen Fotos sollte man jedoch nur dann erhalten, wenn die Medaillen auch hier in Deutschland produziert würden. Was lag näher, als beim Bräunlinger Druckgussspezialisten nachzufragen. Dieser sorgt schließlich schon seit 1983 für die Umzugsmedaillen der Narrenzunft Bräunlingen.

Allerdings stellte die Jubiläumsmedaille das Unternehmen vor eine besondere Herausforderung, da sie mit sieben Zentimetern Durchmesser und dem vierfachen an Gewicht die bisherig gefertigten Medaillen weit in den Schatten stellte. Doch die Ausbildungswerkstatt um ihren Ausbildungsleiter Sven Azevedo nahm die Herausforderung an. Die erste Hürde war es, aus der doch schon sehr ausgebleichten Fotografie von Roland Mall ein dreidimensionales Bild mit Konturen zu bekommen. Dies wurde dann in einen Werkzeugblock auf einer Senkerodiermaschine eingebracht, insgesamt gaben am Ende acht Elektroden in rund 30 Maschinenstunden dem Werkzeug die richtige Form. "Die Elektroden wurden von der Firma Fuss in Erdmannsweiler gelasert, die Konstruktionszeichnungen wurden hier im Haus gefertigt", Azevedo weiter.

Dann wurden einzelne Bereiche noch fein säuberlich von Hand aufpoliert, beispielsweise der Schriftzug Schwarzwald Marathon, damit dieser sich optisch abhebt. Dann ging es auf die Druckgussmaschine, wo aus reinem Zink dann in drei Stunden 2500 Medaillen gegossen wurden. "Rund 470 Grad Celsius ist das Zink beim Einspritzen heiß", erklärt Ausbildungsleiter Sven Azevedo. Im Anschluss geht es dann zum Sandstrahlen. "Dadurch wird die Oberfläche von leichten Verunreinigungen gesäubert, es sorgt noch für zusätzlich Struktur. Dann gehen die Medaillen zum Waschen und im Anschluss in die Galvanik, wo die Oberfläche veredelt wird, da der Druckguss sonst mit der Zeit anlaufen würde", beschreibt Azevedo die Arbeitsgänge. Weiter gehen die Medaillen dann nach Reiselfingen, wo sie von Menschen mit Behinderungen in der Einrichtung "Lebensheimat" komplettiert werden. Hier werden die Bänder geschnitten und an die Medaillen angebracht. Nach der Jubiläumsmedaille 2017 fertigte das Bräunlinger Unternehmen auch die Plaketten von 2018. Aktuell werde das Werkzeug für die Medaillen 2019 fertiggestellt, freut sich Auszubildender René Hasenfratz.

Motiv wird nicht verraten

Was auf der Medaille für 2019 abgebildet ist, bleibt aber ein Geheimnis bis zur ersten Siegerehrung beim Marathonwochenende am 12. und 13. Oktober. Nur so viel sei verraten: Es ist ein markanter Punkt beziehungsweise Ort der Marathonstrecke.

Als der Schwarzwald Marathon 2017 sein Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen feierte, da wollte man auch in puncto Finisher-Medaille etwas ganz Besonderes haben. Das Organisationskomitee tagte viele Male. Schließlich entschied man sich, das Konterfei von Roland Mall auf die Jubiläumsmedaille zu "drucken". Er war derjenige, der den Marathon ins Leben rief. Nähere Informationen zum Marathon im Internet: www.schwarzwaldmarathon.de

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