Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat: Für Sommernächte gilt ab sofort eine neue Regelung. Gastronomen jubeln. Und bei der Fußball-WM könnte noch eine Überraschung folgen.
Bislang galt für bestehende Gaststättenbetriebe im gesamten Stadtgebiet die Regelung, dass die Außenbewirtung bis 22 Uhr zulässig ist. Seitens der Gastronomie wurde die Anregung vorgebracht, die Bewirtungszeit im Außenbereich in den Sommermonaten zu verlängern.
Jetzt tagte der Gemeinderat und legte die Regeln fest.
Sonderregeln für die WM
Demnach kann die Bräunlinger Außengastronomie in den Monaten Mai bis September die Bewirtung ihrer Gäste in den Nächten von Samstag auf Sonntag bis 23 Uhr ausdehnen. In den Wochen der Fußball-WM wird der Termin eventuell noch etwas verlängert.
Die Intention war klar: Insbesondere an den Wochenenden bestehe in diesen Monaten ein deutlich höherer Bedarf, hieß es von den Wirten. Die Verwaltung hielt eine Anpassung ebenfalls für sinnvoll, da eine längere Außenbewirtung zur Belebung des Stadtgebiets beiträgt und den Bedürfnissen der Betriebe entgegenkommt. Die Verwaltung schlug deshalb vor, die Sperrzeit im Außenbereich in den Monaten Mai bis September, in den Nächten vom Samstag und Sonntag auf 23 Uhr festzusetzen.
Das meinen die Fraktionen
Alle vier Fraktionen des Bräunlinger Gemeinderats sprachen sich positiv für eine Verlängerung auf 23 Uhr aus, sodass die Zustimmung ohne Gegenstimme nur noch Formsache war. Die Gastronomen müssen für diese Verlängerung keinen Antrag stellen, er gelte grundsätzlich für alle, so die Verwaltung.
Was sonst noch Thema war
Die Verlegung der Leitung des Nahwärmeprojektes in Bräunlingen wird in den nächsten Monaten über die Blaumeerstraße und den Spitalplatz bis in die Färbergasse reichen, um dort einen Anschluss an das Seniorenzentrum zu ermöglichen. Sie beginnt im Juli 2026 und kann sich bis ins neue Jahr erstrecken. Die Maßnahme wird in vier Abschnitten aufgeteilt. Eigentlich war 2026 nur ein Ausbau bis zum Zunfthaus geplant. Da kein Neubau des Kanals auf der ganzen Strecke erfolgt, befindet sich das Vorhaben trotzdem noch im Finanzrahmen.
Im Kernhaushalt sind eine halbe Million Euro eingestellt. Im Bauplan ist auch berücksichtigt, dass die beiden großen Feste, der Straßenmusiksonntag und auch die Kilbig, durch die Baumaßnahme nicht behindert werden.