Die Kilbig ist ein Besucher-Magnet: Mehr als 20.000 feierten in Bräunlingen bunt, vielfältig und friedlich das größte Volksfest der Baar. Foto: Bartler-Team

Mehr als 20.000 Besucher feiern in Bräunlingen bunt, vielfältig und friedlich das größte Volksfest der Baar.

Bräunlingen - Vier Tage lang hat Bräunlingen gefeiert und war Gastgeber für zehntausende Besucher.

Die Kilbig ist zwar erst am Montagabend zu Ende gegangen, doch Bürgermeister Jürgen Guse wusste schon beim Empfang im Ratssaal am Nachmittag, dass "wir das größte Volksfest der Baar haben".

Hauptamtsleiter Jürgen Bertsche schätzte die Besucherzahl über die vier Tage hinweg auf deutlich über 20.000 und musste gestern feststellen: "Natürlich versucht man jedes Jahr eine Schippe drauf zu setzen, doch vielleicht muss man sich auch irgendwann eingestehen, dass einfach nicht mehr geht." Was will man auch mehr, als Mitte Oktober größtenteils bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zu feiern, einen Vergnügungspark vor Ort anzubieten, von dem die Schausteller selbst sagen, dass er – verglichen mit der Größe der Stadt – mit den großen Volksfesten in München und Stuttgart mithalten könne und darüber hinaus am Samstagabend noch ein ausverkauftes Konzert einer namhaften Musikgruppe in der Stadthalle zu veranstalten.

Da ist es kein Wunder, dass in Bräunlingen das "Kilbig-Fieber", wie es Bürgermeister Guse nannte, ausgebrochen ist und im positiven Sinne alle auf der Baar angesteckt hat. "Die Kilbig verkörpert eine kulturelle Vielfalt", sagt Guse. So seien der Heimat- und Trachtenbund bei vielen Programmpunkten federführend, aber auch Teilnehmer wie die Flamenco-Tanzgruppe aus Blumberg, die am Freitag aufgetreten ist, tragen zu einer bunten Kilbig bei.

Die Kilbig sei ein glänzender Diamant Bräunlingens und einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender. Die vielen Feste, die die Bräunlinger feiern würden, seien nicht nur typisch für die Mentalität, sondern geben dem städtischen Leben auch eine gewisse Struktur, betonte Bürgermeister Guse.

Hauptamtsleiter Bertsche zeigte sich vor allem mit dem Ablauf der Kilbig hoch zufrieden. "Wir hatten vier friedliche Tage." Auch die Troglauer Buam, die am Samstagabend die Kapazitätsgrenzen der Stadthalle ausreizten, seien ein großer Erfolg gewesen.

Im Vorfeld hatte Bertsche noch betont, dass mit einer solchen professionellen Gruppe immer auch Risiken verbunden seien. Im Nachhinein sind diese finanziellen Bedenken hinfällig. "Die sind super angekommen und ich selbst habe in meiner Schicht geschufftet was das Zeug hielt. Die Besucherzahl war einfach toll."

Doch auch am Sonntag war die Stadt im Ausnahmezustand. "Zeitweise ist man ja gar nicht mehr durch die Marktstraße gekommen." Vieles sei dem Wetter geschuldet, "aber zur Kilbig kommen die Leute auch wenn's schneit", sagte Jürgen Bertsche und freute sich über die Sonnenstrahlen.