Im Bulldog-Korso reisen die Brautleute Richard und Elisabeth Hauser zum Festgelände nach Bräunlingen. Foto: Hauser

Im Traktorkorso von Gutmadingen nach Bräunlingen. Besonderes Spektakel um Brautpaar.

Bräunlingen - Dass es eine Art Bauernhochzeit würde, war beim familiären Hintergrund des Brautpaars zu ahnen. Was aber am vergangenen Samstag von Familie und Freunden veranstaltet wurde, um den Bräunlinger Biolandwirt "Richi" Hauser und seine "Lisl" in den Hafen der Ehe zu geleiten, war ein besonderes Spektakel. Berechenbar war für Richard und Elisabeth nur der Vormittag. In Gutmadingen, wo die Braut in einer Landwirtschaft aufgewachsen ist, wurde kirchlich geheiratet.

Danach ging es im Korso nach Bräunlingen, wo in der Nähe des "Schwalbenhofs" ein kleines Festivalgelände vorbereitet worden war. Das war aber erst die zweite Überraschung. Denn Braut und Bräutigam staunten nach der Kirche nicht schlecht, als sie in Gutmadingen den Vorbau eines Claas-Feldhäckslers bestiegen.

Leidlich komfortabel

Was in der Erzählung zunächst wie ein Ritt auf der Rasierklinge anmutet, gestaltete sich leidlich komfortabel. Statt "Grasbiss" schaukelte das Ungetüm einen holzverkleideten Stahlbalkon über die Straßen, aus dem das Brautpaar auf die Straße schaute. Landwirte von weither waren zum Gratulieren angereist. Ihre Traktoren trugen Kennzeichen aus den Landkreisen Tuttlingen, Emmendingen, Freiburg und VS. Sie schlossen sich dem Bulldog-Korso an, mit dem Hochzeitspaar und Gäste auf der 20 Kilometer langen Strecke über Neudingen, Pfohren und Donaueschingen bis nach Bräunlingen auf die grüne Wiese tuckerten.

Nicht vergessen hatten die organisierenden Spaßvögel eine Flasche Sekt im Eiswasserkübel und eine Decke für die Braut. Denn mit bis zu 40 Stundenkilometern näherte sich der aus mehr als 30 Traktoren zusammengesetzte Bulldog-Korso dem Festgelände. Dort warteten Tipis welche die Bräunlinger Geländespielern aufgebaut hatten, in denen es sich die Festgesellschaft – Landwirte und Nichtlandwirte – bis in die Nacht gutgehen ließ.

Auch für die Kinder gab es eine Überraschung: In einer Hüpfburg durften sie nach Herzenslust toben. Man muss wohl kaum erwähnen, dass diese Hüpfburg verblüffende Ähnlichkeit mit einem Fendt-Traktor hatte. "Die hatte ich mal gesehen und fürs Fest gebucht", sagte Richis jüngere Schwester Michaela Baur. Die meiste Organisationsarbeit habe aber der Trauzeuge ihres Bruders, Tobias Vogt, gehabt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: