Foto: Roger Müller

Nachtumzug mit Musiken und befreundeten Zünften ist perfekte Einleitung für Bläch und Dätsch Guggenmusiktreffen.

Bräunlingen - Schräg, laut und falsch: So klangen die Töne am Samstagabend in der Bräunlinger Stadthalle, die von sieben Guggenmusiken beschallt wurde. Zudem gab es elektronische Musik und es herrschte eine prima Stimmung.

Eine Musikgruppe, "Die kaputte 13", musste zwar absagen, sie waren krankheitsbedingt nicht auftrittsfähig, doch der Vorsitzende der ausrichtenden Musik Brändbach Hupä, Thomas Bertsche, nahm es gelassen: "Dann lassen wir die anderen eben jeweils fünf Minuten länger spielen, und schon passt der Zeitplan wieder", sagte er. Schon kurz nach Start der großen Feier schweiften seine Blicke durch die Halle, und er meinte: "Es läuft."

Los ging es mit einem kleinen Nachtumzug mit den Musiken und einigen befreundeten Zünften. Das war schon ein Riesenspektakel durch das kleine Zähringerstädtchen, wo zahlreiche Besucher den Straßenrand säumten. Selber aufspielen konnten die Brändbach Hupä allerdings nicht, zu viel Arbeit war vor und hinter den Kulissen zu stemmen. "Wir brauchten Mann und Maus an Kasse, Bewirtung, Orga, und so weiter", so Thomas Bertsche. "Vor vier Jahren haben wir selber noch gespielt, aber das war so ein Riesenakt, bis dann alle auf der Bühne waren, und im Anschluss wieder auf ihren Helferposten, das hätten wir in diesem Jahr bei diesen Dimensionen nicht stemmen können."

Clever war auch die angeordnete Bar in der Mitte der Halle, so konnten sich die Partywütigen ringsum mit Speis und Trank versorgen. Auch ein Likörstand am Eingang der Halle wurde dankbar angenommen. Auf eine Bestuhlung mit Tischen wurde komplett verzichtet, einige Stehtische dienten zum Abstellen der Getränke.

Dann erzitterte die Stadthalle das erste Mal in ihren Grundfesten, als die erste Guggenmusik, die Wingertsgeischder aus Alsheim, spielte. Diese sprachen im Vorfeld schon davon, dass es keine "Kaffeefahrt in den Schwarzwald" wird, und sie sollten recht behalten. Der Funke sprang gleich über.

Die Talheimer Köhlerzunft ließ die Besucherschar dann mit einem Tanz wieder etwas abkühlen, ehe dann vier weitere Musikgruppen für riesengroße Stimmung in der Stadthalle bis nach Mitternacht sorgten.

Darunter mischten sich noch kurz vor Mitternacht die Trummler Bräunlingen als echte Lokalmatadoren. Die weiteren Gruppen mit lautstarkem Programm waren die Guggen aus Gündelwangen, die Gassenschränzer Kreuzlingen und die Gottlieber Schnogge.

Es war die sechste Bläch-und-Dätsch-Party der Brändbach Hupä. Die letzte hatte 2015 stattgefunden. Zukünftig möchte man einen festen Rhythmus der Party haben. "So einen zweijährigen Turnus könnten wir uns gut vorstellen", so der Vorsitzende Thomas Bertsche.

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