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Bräunlingen Große Einsparmaßnahmen kommen

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"Wir müssen alle Ideen bezüglich einer Restrukturierung des künftigen Gebäudebestands zulassen", so die Aussage von Winfried Ebner, Verrechnungsstelle Stühlingen.Fotos: Bombardi Foto: Schwarzwälder Bote

Bräunlingen. Der Seelsorgeeinheit Auf der Baar drohen enorme Einsparungen, das wurde bei der Kirchengemeinderatssitzung klar. Renovierungen stehen jedoch nicht zu Disposition.

Einstimmig verabschiedet hat der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Auf der Baar den Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2020 und 2021. Er schließt in beiden Jahren mit einem Defizit ab. Winfried Ebner von der Verrechnungsstelle in Stühlingen erinnerte daran, dass das erzbischöfliche Ordinariat letztendlich den Haushalt aus dem Rücklagenkonto der Seelsorgeeinheit in Freiburg ausgleicht und genehmigt.

"Wir sind noch zahlungsfähig und die bereits bekannten kostenintensiven Baumaßnahmen sind abgedeckt", erläuterte Ebner. Vor allem die für 1,1 Millionen Euro angesetzte Renovierung der denkmalgeschützten Barockkirche St. Peter und Paul in Hausen vor Wald schlägt zu Buche, wenngleich nach Abzug aller Fördermittel lediglich 200 000 Euro Investitionskosten an der Seelsorgeeinheit hängen bleiben. Doch es war der ausdrückliche Wunsch des Ordinariats, die Kirche zu erhalten. Auch die anderen Baumaßnahmen oder Renovierungen wie beispielsweise die Arbeitssicherungsmaßnahmen am Dögginger Glockenturm oder die Orgelsanierung in Mundelfingen standen zu keinem Zeitpunkt als Streichposten zur Diskussion.

Von der Seelsorgeeinheit wird gefordert, sich mittelfristig von mindestens einem Drittel ihres aktuellen Bestandes von 30 Gebäuden mit einer Nutzfläche von 16 900 Quadratmetern zu trennen. Die Personal- und Baukosten, die den Unterhalt eines derartigen Gebäudes erfordern, steigen stetig, Die Pfarrgemeinderäte sind gefordert, die Schwerpunkte dort zu setzen, wo sich das pastorale Leben abspielt. Laut Ebner kann der geplante Verkauf des Pfarrhauses in Hausen vor Wald nur ein Anfang sein.

Ebner erinnerte daran, dass es inzwischen Kirchengemeinden gibt, welche ihre bisher in einem eigenen Pfarrgebäude untergebrachten Räumlichkeiten in die Kirche integrieren. Auch der Verkauf von Kirchen erscheint grundsätzlich nicht mehr als ausgeschlossen. Auch der Bestand an kirchlichen Kindergärten in der Seelsorgeeinheit sei überproportional. Die Kinderbetreuung ist eine Aufgabe der Gemeinde, die Kindergartengebäude müssen nicht der Seelsorgeeinheit gehören, bemerkte Ebner. In der Seelsorgeeinheit sind 158 Mitarbeiter beschäftigt, die mit 4,2 Millionen Euro an Personalkosten den Hauptanteil am Haushaltsentwurf ausmachen.

Klaus Gassmann präsentierte das Hygienekonzept, welches er auf Grund der Pandemie für die Kirchen der Seelsorgeeinheit erstellte. Es stützt sich auf die Vorgaben der Erzdiözese. Da es sich, je nach Kirche an einer maximal zulässigen Anzahl an Gottesdienstbesuchern und der Zwei-Meter-Abstandsregelung orientiert, sind für die einzelnen Gottesdienste jederzeit Personen willkommen, die bereit sind den Kirchenbesuchern ihre Plätze zuzuweisen.

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