Rieswellemacher: Schlachten und Verarbeiten eines Schweins gehört zur köstlichen Seite ihres Vereinslebens
Bräunlingen. Das Schlachten eines Schweines, das Rieswellemachen fürs Feuerholz, die Hexenfeuer während der Fasnet, ein Kilbigstand in der Kirchstraße und das historische Treiben an den Fasnethöhepunkten sowie den Umzügen gehören mit zu den Vereinszielen und Aktionen der Rieswellemacher/Urhexen das Jahr über.
Vor kurzem wurde wieder unter fachmännischer Leitung von zwei Metzgern ein Schwein geschlachtet, um für die kulinarischen Events auch in der Hexenhütte gut gerüstet zu sein. "Unser Vereinsleben hat das Jahr über viele Ausprägungen und die Schlachtung und Verarbeitung eines Schweines im ehemaligen Firmengebäude der Firma Straub gehört mit dazu", unterstrich Matthias Schmid, Chef der Bräunlinger Rieswellemacher, die über die Fasnettage in das Häs der Urhexen schlüpfen.
Der Schlachttermin, den sich alle aktiven Urhexen, die Springer und die Ehemaligen in ihrem Terminkalender fest notiert haben, charakterisiert neben vielem anderem ein umtriebiges Vereinsleben, das Geselligkeit, Kameradschaft und die Freude an gemeinsamen Aktionen, auch für soziale Zwecke, in den Mittelpunkt stellt.
Schon das ganze Spätjahr über fiebern alle auf den Schlachttag hin, an dem etliche Speisevorräte für die Vereinsfeste das Jahr über selbst erzeugt werden. Mit der Hilfe von zwei Metzgern und der Unterstützung der handwerklich begabten Urhexen wird für eine einwandfreie Verarbeitung des Schweines bis hin zur Bratwurst und dem deftigen Speck gesorgt.
Natürlich wurde nach dem Schlachten bei einem gemeinsamen Vesper mit frisch gebackenem "Brätbrot", das in einem alten Backofen der Firma Straub gebacken wurde, der Schlachttag würdig abgeschlossen. Erneut zeigte sich so, dass das Vereinsleben der Bräunlinger Rieswellemacher viele unterschiedliche Ausprägungen hat, die den Mitgliedern viel Spaß machen.
Der Schlachttag ist für alle eine gute Motivation für die nächsten Tage bis zum Rieswelleball am 11. Januar und dem Sprung aus dem Druidenstein, als Beginn des Hexenlaufens am 2. Februar (Marie Lichtmess).