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Bräunlingen Ein Sportfest und fünf hungrige Vögel

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Mit Sachkenntnis und viel Gefühl füttert SV-Vorsitzender Dietmar Ketterer während des Sportfestes mit einer Pinzette die fünf Jungrotschwänzchen. Foto: Minzer Foto: Schwarzwälder Bote

Eigentlich hatte sich das Rotschwänzchenpaar unter dem Vordach des Sportverein-Clubhauses ein lauschig-ruhiges Plätzchen für die Aufzucht ihres Nachwuchses ausgesucht.

Bräunlingen-Döggingen. Ungünstig war jedoch der Zeitpunkt der Familienplanung, denn just in diese Zeit fiel das mit viel Publikumsverkehr und Festlärm verbundene Sportfest der Fußballer. In ihrer Ruhe gestört, trauten sich die Vogeleltern nicht mehr in Nestnähe und stellten pünktlich zum Festauftakt am Samstagnachmittag die Fütterung der fünf Jungvögel ein.

Vater und Sohn wissen, was zu tun ist

Glücklicherweise verfügen der SV–Vorsitzende Dietmar Ketterer und sein Vater Georg Ketterer nicht nur über organisatorische und sportliche Fähigkeiten, sondern als ausgewiesene Vogelkundler auch über detaillierte Kenntnisse in Sachen Ornithologie. So war für Dietmar Ketterer sein Wissen um die Vogelwelt aus seiner Zeit als Falkner ebenso von Nutzen wie die Kenntnisse von seinem Vater als passioniertem Naturfreund und Biologie-Aushilfslehrer an der Gauchachschule. Für beide war schnell klar, dass hier menschliche Hilfe gefordert war.

Da gerät Fußball schon mal zur Nebensache

Die Freude war groß, als sich herausstellte, dass die Jungvögel die Fütterung mit der Pinzette annahmen. Daran glauben musste allerdings der Vorrat an Maden, den sich der Angler Georg Ketterer eigentlich als Köder für den Fischfang zugelegt hatte.

Fünf Mal täglich ging’s auf die Leiter zum Nest, um jedem Jungvogel die notwendige Verpflegung angedeihen zu lassen. Oft gerieten die Aktionen auf dem Sportplatz zur Nebensache, wenn das Publikum der Fütterung seine ganze Aufmerksamkeit widmete. Am Ende machten sich die Vogelküken schon selbst piepend bemerkbar, wenn wieder Fütterungszeit angesagt war.

Schließlich blieb die spannende Frage, ob die Vogeleltern diesen zweitägigen menschlichen Eingriff verzeihen und die Fütterung wieder nahtlos übernehmen würden. Umso größer war dann die Freude, als schon kurz nach Festende die Rotschwänzcheneltern fürsorglich zurückkehrten und für das Happyend der geglückten Rettungsaktion sorgten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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