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Bräunlingen Ein Neujahrsempfang über den Bildschirm

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Sie haben dafür gesorgt, dass das Video des digitalen Neujahrsempfanges in seiner jetzigen Form zu sehen ist: Das Social-Media-Redaktions-Team der Stadt Bräunlingen (von links): Anna Welke, Melissa Müllhäuser und hinter der Kamera Katharina Pfaff.Foto: Stadt Bräunlingen Foto: Schwarzwälder Bote

Das Coronavirus ist auch im neuen Jahr noch nicht besiegt und beherrscht weiterhin das alltägliche Leben. Die anstehende Fasnet kann nicht so stattfinden wie gewohnt. Folglich fand der übliche Jahresauftakt in der Stadt, der traditionelle Neujahrsempfang, in anderer Art und Weise statt.

Bräunlingen (guy). Die Stadtverwaltung ließ den Neujahrsempfang nicht ausfallen, sondern verlagerte ihn schlicht ins Digitale.

"Normalerweise würden wir uns in der Dögginger Gauchachhalle treffen und auf das neue Jahr anstoßen. Leider ist das aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich", erklärt Bürgermeister Micha Bächle im ersten digitalen Neujahrsempfang der Stadt. Dazu wurde ein vorher produziertes Video am Sonntag auf verschiedenen Plattformen hochgeladen. Der Neujahrsempfang kann also auch diese Woche und darüber hinaus weiter angeschaut werden.

Zahlreiche Beiträge

Und wie läuft dieser neuartige Empfang nun ab? Manches ist ähnlich. Die Bräunlinger Stadtkapelle untermalt die Veranstaltung mit ihrer Musik. Die Musiker haben ihre Beiträge dabei so produziert, dass alle von Zuhause aus ihre Instrumente einspielen. Verschiedene Akteure des städtischen Lebens erläutern in kurzen Beiträgen ihre Erlebnisse in einem doch so außergewöhnlichen Jahr für Bräunlingen. Vertreter aus Industrie, Wirtschaft, Kirche, Gesellschaft und Politik haben sich an dem digitalen Empfang beteiligt. Über Padre Jorgiano dos Santos da Silva, die Kindergärten bis hin zum Seniorenzentrum. Herausgekommen ist ein buntes und sehr informatives Bild zum vergangenen Jahr in der Zähringerstadt.

"Es war für meine Mitarbeiter eine wahnsinnige Belastung. Dieser Lockdown, der hier alles verriegelt hat, der unsere Bewohner ausgegrenzt hat", sagt die Heimleiterin Bianca Braunersreuther. "Sehr emotional, weil viele ihre Angehörigen, Ehemänner oder Ehefrauen nicht mehr besuchen durften. Das heißt: Keinerlei Kontakt nach außen." Marian Bayer vom Gasthaus Zacher schildert stellvertretend die Situation der Gastronomie. "Auch wir im Einzelhandel haben die Corona-Maßnahmen und den Lockdown am Anfang des Jahres enorm gemerkt", erläutert Lars Fischer von Renz Radsport Bräunlingen.

Nicht nur Corona im Fokus

"Wenn wir auf das Jahr 2020 zurückblicken, sollte der Blick nicht nur das Thema Corona umfassen", so Micha Bächle. In der Stadt habe sich viel getan. Sei es die Entwicklung des neuen Gebietes am Bregenberg, der Breitbandausbau oder der Verkauf von Flächen in den Bräunlinger Gewerbegebieten. "Trotz Lockdown kamen in diesem Jahr auch viele Touristen nach Bräunlingen und besonders an den Kirnbergsee, was auch die Attraktivität unserer schönen Stadt für den Tourismus zeigt."

Und für die kommende Zeit gibt es weitere Projekte, wie Stadtbaumeister Volker Dengler erläutert: "Interessante Baumaßnahmen erwarten mich die nächsten Jahre in Bräunlingen: Aufbau eines weiteren Nahwärme-Netzes, die Erschließung des ersten Bauabschnittes am Bregenberg, der weitere Breitband-Ausbau, die Sanierung und Digitalisierung der Grundschulen in Bräunlingen und Döggingen, Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Unterbränd und vieles mehr."

Ein anstrengendes Jahr war 2020 für die Löwen-Brauerei, wie Eveline Kalb und André Luis Martins Pinto erläutern: "Wir hatten große materielle Verluste. Große Feste, die einfach nicht stattfanden, Veranstaltungen, die abgesagt wurden, Bier, das wir vernichten mussten, weil wir es einfach nicht verkaufen konnten", so Kalb.

Auch die Bräunlinger Vereine blicken auf ein außergewöhnliches Jahr zurück, in dem die üblichen Aktivitäten nicht wie gewohnt ablaufen konnten. So war eine einfache Probe dieses Mal für die Stadtkapelle deutlich anders: Die Musiker nutzten den Hof der Löwen-Brauerei, um unter freiem Himmel spielen zu können. So ist auch der dafür notwendige Mindestabstand zu gewährleisten. Der neue Dirigent Thorsten Meier wurde bei einer Sitzung in der Stadthalle gewählt.

Die Ortsteile

In den Ortsteilen hat sich im Pandemie-Jahr vieles getan. Die Ortsvorsteher erläutern das in ihren Videosequenzen. So etwa die Flurneuordnung in Bruggen, die Abwasserbeseitigung in der Freiburger Straße und im Tunnelweg in Döggingen. "Die Maßnahme wird uns, mit Blick auf den oberen Tunnelweg, auch in der Zukunft noch einige Male beschäftigen", sagt Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher. Besonders sei für Döggingen auch der neue Busbahnhof und die elektrifizierte Breisgau-S-Bahn: "Für die Nutzer des ÖPNV stellt das Gesamtpaket eine wesentliche Bereicherung dar."

Großes Thema in Mistelbrunn ist wiederum die Sanierung der Kapelle St. Markus. Ein Projekt, das die Stadt gemeinsam mit der Seelsorgeeinheit Donaueschingen stemmen wird.

In Unterbränd stand das neue Feuerwehrgerätehaus im Fokus. Mit den Abbrucharbeiten wurde bereits begonnen, als die Corona-Krise einsetzte. "Unterbränd bekommt ein neues Feuerwehrauto und ein neues Haus. Beides ist vorgesehen, um die Ortsteile Waldhausen, Unterbränd und Mistelbrunn zu versorgen", so Ortsvorsteher Winfried Klötzer. Die Wasserversorgung in Unterbränd wurde im vergangenen Jahr 2020 verbessert, durch Einsatz einer Spezialfirma wurden die Quellen besser gefasst.

Waldhausen freut sich über das neue Baugebiet "Hinterm Kirchle III". "Das war 2006 schon bereit zu bauen. Wir haben es 2020 jetzt geschafft komplett zu erschließen", sagt Ortsvorsteher Horst Kritzer. Stolz ist er darauf, dass bereits alle 17 verfügbaren Bauplätze verkauft sind.

Positiver Ausblick

Und was bleibt vom offiziellen Auftakt in das neue Jahr? Der digitale Empfang zeichnet ein eindrucksvolles Bild vom Bräunlinger Engagement in allen Lebensbereichen. Was besonders hängenbleibt: Der positive Ausblick in eine Zukunft, in der es weitergeht und in der die Krise überwunden wird. Bräunlingen zeigt sich dafür bestens gerüstet.

Es war ein Neujahrsempfang ganz anders als die Jahre zuvor. Und dennoch in gewisser Weise auch eine Bereicherung. Selten gab es so viele Einblicke. Federführend verantworten Anna Welke, Katharina Pfaff und Melissa Müllhäuser die Produktion des Neujahrsempfang-Videos. Ein Vorteil: Dieser hier wird auch danach noch zu bewundern sein. Er ist auf dem städtischen YouTube-Kanal "Stadt Bräunlingen" zu sehen. Außerdem kann auch der direkte Link über die städtische Homepage www.braeunlingen.de genutzt werden. Außerdem ist das Video in den Sozialen Medien der Stadt bei Facebook und Instagram zu sehen.

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