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Bräunlingen Dögginger Bahnhof wird ausgebaut

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Der Dögginger Bahnhof wird fit für die Zukunft gemacht. Aus einem Bahnsteig sind mittlerweile zwei entstanden. Im Dezember sollen die Arbeiten hier beendet sein. Foto: Simon

Bräunlingen-Döggingen - Direkt vor dem Betriebsgelände der Firma Frei-Lacke wandelt sich der Dögginger Bahnhof. Er wird zu einem Verkehrs-Knotenpunkt ausgebaut. Es soll einen zweiten Bahnsteig geben, zudem wird es eine Buswendeplatte geben.

Alles steht ganz im Zeichen der Elektrifizierung der Höllentalbahn. In Döggingen soll die Verzweigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) schließlich weiter in die ganze Region führen. Ganz im Sinne von Verkehrsminister Winfried Hermann, der am Mittwoch die Tunnelbaustelle besuchte. Diese sei beim Projekt der Elektrifizierung der Breisgau-S-Bahn ein besonderer Knackpunkt gewesen: "Unsere größte Sorge war, was mit dem Tunnel passiert." Das habe toll geklappt. Jetzt müsse die Anbindung auf kommunaler Ebene weiter erschlossen werden. Das Projekt sei insgesamt ein sehr erfolgreiches.

Erfolgreich scheint auch die kommunale Anbindung zu laufen: Ähnlich wie bereits bei der Buswendeplatte in Mistelbrunn gibt es nun auch für das Projekt am Dögginger Bahnhof gute Nachrichten: Auch hier wird die Buswendeplatte wesentlich günstiger, und zwar um 120 000 Euro. Laut Mitteilung der Stadt Bräunlingen könne es Mitte September nun mit den Arbeiten losgehen, die von der Firma Konrad Volz GmbH aus Bräunlingen übernommen werden, als günstigstem Bieter bei der Ausschreibung.

"Das ist ein gutes Signal und ein wichtiges Projekt für den ÖPNV in der Gesamtstadt", sagen Bürgermeister Micha Bächle und Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher. Mit Baubeginn Mitte September solle rechtzeitig zum Fahrplanwechsel im Dezember die Buswendeanlage in Betrieb gehen. Alles unter der Prämisse, dass die Witterung mitmacht.

Ein positives Zeichen habe es aus Stuttgart gegeben. Nachdem die Stadt einen Förderantrag zur Aufnahme in das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gestellt habe, sei nun im August eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für eine konkrete Förderung des Dögginger Projektes gekommen. Hierfür hatte sich die Abgeordnete Martina Braun nachdrücklich eingesetzt, wofür ihr Bächle und Fehrenbacher bei einem Besuch der Bahnhofsanlage dankten: "Wir brauchen die Unterstützung des Landes bei dem Projekt, weshalb wir den Förderantrag gestellt haben. Mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung gibt es zwar noch keine konkrete Zusage, aber der Baubeginn im September ist nicht förderschädlich", so Bächle und Fehrenbacher. Klar sei immer gewesen, dass es zeitlich eng werden würde, wenn man sich um Fördergelder bewerbe. Hier hoffe man nun auf eine baldige Förderzusage aus Stuttgart, welche die Baukosten für die Stadt nochmals reduzieren würden.

Der Dögginger Ortschaftsrat werde sich Anfang September mit der Ausgestaltung der Buswartehallen beschäftigen. Der Auftrag mit einem Volumen von 219 589 Euro beinhaltet die Herstellung der Buswendeplatte und zwei barrierefreier Buskaps, einschließlich der Nebenflächen und den Fundamentarbeiten für die Ausstattung. Zuzüglich der Grunderwerbskosten, der Baunebenkosten und der Beschaffung der Buswartehalle und des sonstigen Mobiliars werden sich die Gesamtkosten auf weniger als 350 000 Euro belaufen.

Verkehrsminister Winfried Hermann verschaffte sich am Mittwoch einen Eindruck von der Bahnbaustelle in Döggingen. Bürgermeister Micha Bächle nutzte die Gelegenheit, um auch die Tarifdifferenzen in der Region anzusprechen: Von Unadingen nach Freiburg kostet der Einzelfahrschein 7,50 Euro. Von Döggingen nach Freiburg 11,10 Euro. Wie kann das angepasst werden? "Seit Dezember gibt es einen Landestarif. Allerdings kann man die Tarifverbände nicht einfach auflösen", sagte Hermann. Ziel der Regierung sei es dennoch, solche Tarifsprünge zu glätten. "Meine Bitte wäre es, dass Tarifverbände fusionieren. Wir brauchen im Land keine 22, sechs oder acht würden reichen." Bei der zeitlichen Taktung orientiere man sich am Bedarf. "Die Kriterien für das Land sind die Fahrgastzahlen. Wenn mehr Leute kommen, dann kommt auch der Halbstundentakt", so Hermann. In dieser Hinsicht müsse man gerecht sein.

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