Kommunales: Kulturamtsleiterin zieht positive Bilanz / Gemeinderat segnet letzte Rechnungen ab
Der Sommer 2018 ist für den kleinen Bräunlinger Ortsteil Unterbränd auch einer, der seinen Platz in der Geschichte gefunden hat.
Bräunlingen-Unterbränd (guy). Am 27. Juli wurde damals die neue Brändbachhalle mit einem Festakt offiziell eingeweiht. Aber wie lief es eigentlich für das neue Veranstaltungszentrum in Unterbränd? Wird die Halle auch angenommen?
Sie ist gerade dabei, so richtig Fahrt aufzunehmen. Die Stadträte haben mit einer außerplanmäßigen Ausgabe von 70 000 Euro die Bezahlung der letzten offenen Handwerkerrechnungen abgesegnet. Wie Bürgermeister Micha Bächle erklärt, habe die Stadt bei den entsprechenden Betrieben mehrfach angemahnt und um die Rechnung gebeten: "Die waren eigentlich noch für 2018 vorgesehen", so Bächle. Bis zum Kassenschluss vergangenes Jahr seien dennoch nicht alle vorgelegen. Daher seien sie für 2019 in Form einer außerplanmäßigen Ausgabe zu verbuchen.
Für Anna Welke vom Kulturamt ist die erste Phase seit Eröffnung der Halle als ein Erfolg zu werten, wobei der Zeitabschnitt direkt nach offizieller Einweihung weniger berücksichtig werden könne: "So richtig läuft sie ja prinzipiell erst ein halbes Jahr. Gestartet sind wir direkt in die Sommerferien hinein", sagt Welke. Dennoch kann sich sehen lassen, was bisher passierte. Von September bis Dezember hatte man elf größere Veranstaltungen abseits der regelmäßigen Belegung durch Vereinsaktivitäten oder verschiedene Gruppen. "Wir sind sehr zufrieden, wie sie angenommen wird. Und dass, obwohl wir die Halle noch nicht explizit beworben haben", sagt Welke.
Auch für 2019 gebe es schon viele Anfragen, darunter Hochzeiten und erstmals auch ein Abiball. "Das ist toll, die Halle bietet viel Potenzial", so die Kulturamtsleiterin. Bei Hochzeiten seien es eher Leute aus Unterbränd selbst oder der Region, etwa Döggingen oder Hubertshofen, die die Halle schon kennen. "Da wird besonders die Umgebung geschätzt, die Terrasse, die Nähe zum See – das spielt da alles mit rein." Außerdem gebe es jetzt eine Alternative, wenn eine Anfrage für die Bräunlinger Stadthalle nicht passe. Auf der Homepage der Stadthalle ist mittlerweile auch die Brändbachhalle zu finden.
Besonderer Erfolg war die Veranstaltung mit Hansy Vogt vergangene Woche: Ausverkauft, fast 300 Personen in der Brändbachhalle. Und obwohl beim Konzert mit der Gruppe One Way Train der Besucheransturm hinter den Erwartungen zurückblieb – knapp hundert Besucher waren gekommen – will der Veranstalter auch in Zukunft die Brändbachhalle nutzen. "Auch ein Zeichen dafür, dass die Leute mit der Halle zufrieden sind", so Welke.
Ähnlich wie nach der Stadthallen-Renovierung gebe es kleine Probleme, die im engen Austausch mit den Nutzern evaluiert und beseitigt werden: "Da ist es notwendig, dass wir entsprechende Rückmeldungen bekommen", so Welke abschließend.
Im Vorfeld einer Veranstaltung nimmt Kulturatsleiterin Anna Welke eine individuelle Risikobewertung vor. Daran macht sich fest, ob etwa ein Sicherheitsdienst notwendig ist: "Es geht darum wie viele Gäste erwartet werden, welche Art Musik gespielt wird, ob es etwa ein Sitz- oder Stehkonzert ist", sagt Welke. Entsprechend war das beim Rock-Konzert von One Way Train notwendig, bei Hansy Vogt nicht, obwohl ausverkauft.