Übergabe des wertvollen Ausstellungsstücks am Montagabend
Von Dagobert Maier Bräunlingen. 1500 Jahre alt, golden, Besitz einer Alemannenfürstin – am Montagabend ist die Nachbildung eines wertvollen Schatzes, der 1997 bei Grabungen im Gebiet "Niederwiesen" gefunden wurde, im Kelnhof-Museum angekommen."Dieser Goldring ist ein Kleinod und ergänzt wirkungsvoll unsere archäologische Abteilung. Er bringt weiteres Licht in die Besiedlungsgeschichte unserer Stadt", sagte Bürgermeister Jürgen Guse in seiner Ansprache.
Professor Gerhard Fingerlein vom Landesdenkmalamt, der die Ausgrabungen der Grabkammer aus der frühen Merowingerzeit begleitet hatte, erläutert die damaligen Bevölkerungsstrukturen. Er ging unter anderem auf einige in "Niederwiesen" gefundenen Kunstgegenstände und Schmuck näher ein. "Wertvolles Material, das unser Wissen über die frühe Landesgeschichte bereichert hat", habe man damals in Bräunlingen gefunden, so der Professor.
Das Original des Goldrings, dessen Kopie jetzt in Bräunlingen ausgestellt wird, liegt im archäologischen Museum in Freiburg. Annette Frey vom römischgermanischen Zentralmuseum in Mainz referierte über die Bedeutung von wissenschaftlichen Kopien.
"Ein großer Wunsch hat sich mit der Übergabe des Goldrings heute erfüllt", sagte die Bräunlinger Museumsbeauftragte Susanne Huber-Wintermantel, die sich sehr über das Kunstwerk freute. "Doch ein jeder Wunsch, der erfüllt wird, bekommt augenblicklich Junge", sagte sie im Hinblick auf die zu verbessernde Beleuchtung im Museum hin. Auch wünsche sie sich die Kopie einer historischen Glasfalsche aus den Niederwiesenfunden.