Auch an Ringen hat sich der Künstler schon probiert. Foto: Filipp Foto: Schwarzwälder-Bote

Ulrich Zandona aus Bräunlingen bei 35. Blumberger Kunstausstellung / Aktuelle Schaffensepoche setzt auf Orange

Von Rainer Bombardi

Bräunlingen. Der Bildhauer Ulrich Zandona aus Bräunlingen ist einer der Künstler der 35. Blumberger Kunstausstellung. Seine Werke erfassen den Moment und befinden sich auf einer ständigen Suche der Wiederherstellung der Resonanz.

Zandona transformiert die Kunst in den Raum und nutzt den Raum für seine Kunst. Er arbeitet selbstkritisch, herausfordernd und nutzt die Empfindlichkeit des Materials den Betrachter zum Nachdenken zu animieren.

Die 35. Blumberger Kunstausstellung von Ausstellungsleiterin Eva Molnar ist nur eine von mehreren Stationen in denen das Schaffen des Bräunlinger Künstlers jedes Jahr zu sehen ist. Zandona ist Mitglied der Donaueschinger Künstlergilde, im Internationalen Bodensee Club und beteiligt sich in diversen anderen Ausstellungen von Kunstvereinen oder nimmt an Einzelausstellungen teil.

Der Autodidakt fand in der Kunst seinen Lebensmittelpunkt und ist ständig bestrebt, in seinen Werken möglichst viel Raum für Interpretationen offen zu lassen. Zandona sucht und findet Objekte die er zu einer aussagekräftigen Einheit ausarbeitet.

Aus einem verwitterten Wasserrohr entsteht im Handumdrehen die Göttin "Nofretete"

So entsteht aus einem verrosteten und verwitterten Regenwasserrohr im Handumdrehen eine schmucke Göttin "Nofretete". Der Künstler formt Drähte zu grazilen Tänzerinnen sich zum Rhythmus des säuselnden Windes bewegen. Seine aktuelle Schaffensepoche setzt auf die Farbe orange oder beschäftigt sich mit Rost der seinen Werken den finalen Effekt gibt. So zu sehen bei "Madame Tutu", die je nach Betrachtungsweise zwischen nobler Dame und Bordellbesitzerin wandelt.

Eins mit dem Raum zu sein bedingt für Zandona auch die Wiederverwendung von Materialien so wie sie vorliegen. So entdeckte er eines Morgens beim Kaffeetrinken, dass in gebrauchten Kaffeepads weit mehr steckt, als ein bloßes Abfallprodukt für den gelben Sack.

Er experimentierte und lasierte die Oberfläche in den Farben braun oder orange. Die neuen entstandenen Miniskulpturen wirken solitär oder verbinden sich mit anderen Materialien zu einer kompakten Kunsteinheit.

Momentan in den Hintergrund gerückt ist Zandonas Schaffensepoche mit der Kettensäge und schwarzem, angebrannten Holz. Doch das ist kein Problem für einen, der sich auf den Pfaden seines Künstlerdaseins als Bildhauer immer wieder flexibel zeigt.

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