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Bräunlingen Allgäu-Orient-Rallye Erlebnis für alle

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Auf dem Bild von links Markus Schmid, Mathias Reichmann, Thomas Schmid, Christoph und Dominik Köhler sowie Martin Schöndienst in Kapadokien vor den Häusern, die in den Berg gemeißelt sind. Foto: MSC Bräunlingen Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Roger Müller

Wenn sechs eine Reise tun, dann können sie was erzählen. So auch die sechs Abenteurer vom MSC Bräunlingen, die Anfang Mai bei der Allgäu-Orient-Rallye gestartet sind.

Bräunlingen. Drei Wochen lang sind sie im Zickzackkurs von Oberstaufen über 8500 Kilometer nach Georgien gefahren und von dort wieder zurück in die Türkei. Sie haben viel erlebt, gesehen, gelernt, gefeiert.

Auf die Frage, was das Beste an der Reise war, antwortet Mathias Reichmann: "Alles, das Fahren, die Landschaft, die Leute und vor allem die Hilfsbereitschaft der vielen Menschen, die wir getroffen haben."

Zunächst jedoch entwickelte sich die Rallye bis nach Istanbul zur wahren Wasserschlacht. In zwei undichten 3er-BMW-Cabrios und auf zwei Motorrädern ging es für Dominik und Christoph Köhler sowie Markus und Thomas Schmid, Mathias Reichmann und Martin Schöndienst fünf Tage lang bei teils strömendem Regen und rutschigen Straßen bei bis zu zwölf Stunden im Auto und auf dem Motorrad die kroatische Küste entlang. "550 Kilometer waren am Tag zu fahren, damit wir rechtzeitig in Istanbul ankommen", berichtet Mathias Reichmann. "Zwar waren dann die folgenden Etappen etwas kürzer, und es war auch wärmer, doch wettertechnisch auch nicht immer gut."

Weiter ging es Richtung Schwarzes Meer nach Georgien. "Eigentlich sollte es weiter in den Iran gehen, doch es wäre unumgänglich gewesen, durch kurdische Gebiete zu fahren", so Reichmann. Wegen Unruhen entschied sich der Veranstalter dann, wieder zurück in die Türkei zu fahren. Nicht jedoch ohne tägliche Aufgaben. So musste beispielsweise in einem kleinen Dorf der Älteste gefunden werden.

80 Teams mit 200 Fahrzeugen waren dabei unterwegs, erstaunlich großer Verlass war auf die Fahrzeuge der Zähringerstädter. Bei den Motorrädern hatte man einen Plattfuss, die Autos verschlissen sechs Reifen. "Bei den Cabrios hatten wir kleinere Defekte, die uns aber nie am Weiterfahren hinderten", so Mathias Reichmann. "Umso mehr Spaß hatten bei den Etappenzielen die Hinterhofwerkstätten, die alles an den Autos wieder reparierten." Dabei wollten sie dann für mehrere Stunden Reparatur gerade mal fünf Euro haben – "die wir aber dann großzügig aufrundeten", grinst der Abenteurer.

Eine unglaubliche Gastfreundschaft erlebten die sechs Bräunlinger, sie wurden überall herzlich aufgenommen. "Es wurde viel mit Händen und Füßen gesprochen, einer hatte einen Verwandten in Deutschland, der dann angerufen wurde und als Übersetzer fungierte", lacht Reichmann.

Ziel war der Ferienort Dalyan, wo die Fahrzeuge dann dem Zoll übergeben worden sind. Die Wagen werden nun ausgeschlachtet. Da die teilnehmenden Vehikel mindestens 20 Jahre auf dem Buckel haben müssen, sind die Ersatzteile sehr begehrte Ware in der Türkei. "Hier wird noch richtig geschraubt und gebastelt, die verwenden fast alles wieder", weiß Mathias Reichmann. Den Betrag, der aus dem Ersatzteilverkauf erlöst wird, will die türkische Regierung dann noch einmal verdoppeln. Ziel ist es, ein Erdbebengebiet zu unterstützen, und zwar in Form von Geldern für einen Hubschrauber, um im Bedarfsfall schnell vor Ort zu sein.

Während die Hälfte des Teams vom MSC Bräunlingen nach dem Zieleinlauf nach Hause zurück flog, genossen Mathias Reichmann, Thomas Schmid und Dominik Köhler noch ein paar Tage in der Türkei, wo sie sogar noch mit ihrem Cabrio etwas die Gegend erkunden konnten. Als Fazit war es ein Erlebnis, das keiner missen wollte. "Auch einen großen Dank an unser drei Hauptsponsoren sowie zehn kleinere Unterstützer, allein 5000 Euro wurden für Sprit benötigt", sagt Reichmann abschließend. Schon im Hebst darf man sich auf einen Vortrag über die Erlebnisse und zahlreiche Bilder und Eindrücke freuen.

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