Konstantinos Mavropanos und der VfB leisteten Borussia Dortmund großen Widerstand – ohne am Ende belohnt zu werden. Foto: Baumann/Julia Rahn

Zum ersten Mal in dieser Saison steht der VfB Stuttgart auf einem Abstiegsplatz. Die 1:2-Niederlage in Dortmund macht dennoch Mut für die kommenden Wochen, findet Sportredakteur Gregor Preiß in unserem Kommentar zum Spiel.

Dortmund - Nein, der Blick auf die Tabelle ist im Moment wenig erbaulich für all jene, die es mit dem VfB Stuttgart halten. Platz 16, nur knapp vor dem 17. aus Bielefeld. Der Abgrund ist nah. Zum ersten Mal in dieser Saison steht die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz. Dabei war die Niederlage beim Tabellen-Zweiten aus Stuttgarter Sicht fast schon einzukalkulieren – anders als der Erfolg des vermeintlichen Konkurrenten aus Augsburg gegen den FC Bayern. Zu schlecht die verletzungsbedingten Vorzeichen beim VfB, zu groß der individuelle Leistungsunterschied zum BVB.

 

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Umso überraschender geriet der Auftritt vor großer Kulisse in der Dortmunder Arena. Die junge Mannschaft ließ sich von nichts und niemandem beeindrucken und leistete dem Dortmunder Starensemble großen Widerstand. Verteidigte konsequent und suchte immer wieder couragiert den Weg nach vorne. Und machte am Ende nur einen entscheidenden Fehler, als sie bei eigenem Eckball mit nur einem Mann absicherte. Das kann man riskant oder naiv nennen. Am Ende lief der VfB der Borussia fünf Minuten vor dem Abpfiff unnötig ins Messer.

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Gegenüber den beiden zurückliegenden Pleiten gegen den FC Augsburg und Arminia Bielefeld war das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo dennoch nicht wiederzuerkennen. Trotz der 1:2-Niederlage legte der VfB einen seiner besten Auswärtsauftritte in dieser Saison hin. Das zeigt, dass die Mannschaft sich trotz ernüchternder Ergebnisse nicht hängen lässt. Dass der viel beschworene Teamgeist auf dem Platz Ausdruck findet. Dass die Mannschaft lebt, sie Widerständen trotzen kann. Weshalb die Niederlage, so unglücklich sie am Ende auch zustande kam, Mut macht für die kommenden Wochen. Mit einem ähnlich beherzten Auftritt sind gegen Mainz und Hertha BSC nicht nur Komplimente, sondern auch wieder Punkte drin. Und die Abstiegsränge dann hoffentlich wieder hinter dem VfB.

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