Die angekündigte Diskussion blieb aus: Wichtige Fragen zur Windkraft wurden nicht zugelassen. Dies kritisiert unser Leser Eugen Bihler.
Kein Dialog
Was mittels Schwabo-Pressebericht als interessante Diskussion angekündigt war – entpuppte sich als enttäuschende Veranstaltung. Als Gastredner geladen waren die Herren Boris Palmer und Rezzo Schlauch.
In deren geführten Reden ging es um allgemeinpolitische Themen, wobei vor allen Dingen Herr Palmer mit witzigen Anmerkungen das Publikum auf seine Seite ziehen konnte. Beim Thema Rente – Babyboomer hatte er ja das richtige Publikum vor Ort und im „richtigen Licht“ sitzen. Das jedoch in Schramberg brisante – und im vorgehenden Pressebericht explizit aufgeführte Thema: Bau von fünf Windenergie-Anlagen im Sulgener Feurenmoos wurde mit keiner Silbe erwähnt.
Die Moderation sah nicht vor und ließ auch nicht zu, dass die Bürger vor Ort entsprechende Fragen stellen konnten.
Deshalb wurde Herr Palmer beim Verlassen der Aula von einigen Bürgern abgefangen und in ein Gespräch zu dem Thema verwickelt.
Wir sind zunächst davon ausgegangen, dass Herr Palmer als OB der Stadt Tübingen und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Tübingen nicht gewillt war, öffentlich zu dieser Thematik Stellung zu beziehen.
Palmer hätte gerne Stellung bezogen
Von Herrn Palmer haben wir nun auf Rückfrage folgende Antwort erhalten:
„…Die Entscheidung diesen Teil aus dem Programm herauszunehmen wurde allein und ohne Rücksprache mit mir von der Veranstalterin getroffen. Ich hätte sehr gerne zu diesem Thema Stellung genommen – weil ich weiß wie wichtig Ihnen dieses Thema ist…“
Wir Besucher fragen uns nun, warum die Veranstalterin (oder wer auch immer…) diese Debatte nicht zuließ? Wurde hier Druck ausgeübt?
Eugen Bihler SulgenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.