20 Jahre Boomstella (von links): Jürgen Müller, Franz Steiner, Bernd Fußnegger, Karl Heinz Müller, Ralf Maier, Bernd Spadinger und Paul Ott. Foto: Reinhardt

Es war kalt und es schneite, als sich am Samstagnachmittag um 16 Uhr die Lauffener Boomsteller daran machten, den Narrenbaum zu stellen.

Deißlingen-Lauffen - Bereits früh am Morgen gingen die starken Lauffener Männer in den Wald, um das gute Stück auszuwählen. Eine Knochenarbeit, wie man versicherte. Einer der Boomsteller, Norman Hahn, meinte gar, dass das "Bäumchen" gesägte 17,85 Meter groß sei, jedoch habe es sich angefühlt wie 23 Meter.

Somit ist der Lauffener Boom 0,5 Zentimeter kleiner als der Deißlinger und genau in der Norm, wie es die Gemeinderäte beschlossen hatten. Der Baum dürfe aus Sicherheitsgründen nicht größer als 18 Meter sein.

Farbenfroher Umzug

Es war wieder einmal ein farbenfroher Umzug vom Zunftstüble zum Zimmerplatz. Viele Gäste wollten beim Boomstellen dabei sein.

Seit 2003 wird in Lauffen zu Beginn der Fasnetszeit ein solches Schmuckstück aufgestellt. Damit konnte ein kleines Jubiläum gefeiert werden. Beim ersten Boomstellen gab die befreundete Narrenzunft aus Orsingen noch Schützenhilfe. Danach formierten sich die Lauffener Boomsteller. Die Zuschauer hatten viel Spaß bei der Angelegenheit.

Acht Burschen immer dabei

Zunftmeister Matthias Krotz animierte die Zuschauer, die Boomsteller anzufeuern. Laut klang es am Zimmerplatz "Kropf am Hals" und "Holz hear". Zum 20. durften die Ehrungen nicht fehlen. Von Anfang an waren Bernd Fußnegger, Bernd Spadinger, Ralf Maier, Karl-Heinz Müller, Franz Steiner, Paul Ott, Jürgen Müller und Robert Hensel (ehemaliger Zunftmeister der Narrenzunft Lauffen) dabei.

Viel Beifall erklang, als der Baum stand und gesichert war. Danach gab es für alle eine Überraschung: Die Boomsteller stifteten ein 50-Liter-Fass-Freibier. Wer wollte, konnte eine kleine Spende machen. Der Erlös wird dem Kindergarten in Lauffen zugutekommen. Unter den Gästen war eine Abordnung der Boomsteller aus Deißlingen.