Rottenburg ist ein teures Pflaster für Immobilien. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2022 hervor. Foto: Begemann

Die Immobilienpreise in Rottenburg, Ammerbuch, Hirrlingen, Neustetten und Starzach sind gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Was ein Quadratmeter mittlerweile wert ist, geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht hervor.

Rottenburg - Der gemeinsame Gutachterausschuss bei der Stadt Rottenburg hat seinen Grundstücksmarktbericht 2022 für Rottenburg, Ammerbuch, Hirrlingen, Neustetten und Starzach veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt bis zum 31. Dezember 2021. Hirrlingen ist erstmals im Grundstücksmarktbericht vertreten.

Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen im Durchschnitt um rund 205 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche an. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 10,5 Prozent. Im Durchschnitt werden aktuell rund 2140 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (zuzüglich Bodenwert).

Große Preissteigerung bei Doppelhäusern

Bei Doppel- und Reihenhäusern lag die Steigerung mit rund 240 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche etwas höher als bei den Ein- und Zweifamilienhäusern. Gegenüber dem Vorjahr wurde diese Gebäudeart um 11,4 Prozent teurer. Derzeit werden rund 2330 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Doppel- und Reihenhäuser bezahlt (zuzüglich Bodenwert). Auch bei diesem Betrag pro Quadratmeter Wohnfläche spielen Alter und Größe des Gebäudes eine erhebliche Rolle für die Preisfindung.

Wohnungen sind teurer

Bei Eigentumswohnungen lag der prozentuale Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei 10,9 Prozent oder rund 265 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2021 wurden rund 2710 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (mit Bodenwertanteil) für eine Eigentumswohnung bezahlt.

Im Jahr 2021 wurde 353 Wohnungen beziehungsweise Teileigentumsobjekte zu einem Gesamtwert von 95,2 Millionen Euro im Dienstbezirk der fünf Gemeinden verkauft. An zweiter Stelle folgen 241 Kauffälle von bebauten Wohngrundstücken mit einem Gesamtwert von 90,5 Millionen Euro. Die unbebauten Wohngrundstücke folgen mit 151 Kauffällen und 15,4 Millionen Euro auf Rang drei der Verkaufszahlen. Zwar wurden auch 709 landwirtschaftliche Flurstücke (Äcker, Wiesen, Wald) im Jahr 2021 in den fünf Gemeinden verkauft. Der Umsatz ist mit 3,4 Millionen Euro aber eher gering.

Umsatz ist gestiegen

In Rottenburg stieg der Immobilienumsatz gegenüber dem Vorjahr um 16,4 Millionen Euro an, während die Verkaufszahlen von 1136 auf 985 im Jahr 2021 zurückgegangen sind. In Ammerbuch wurden 57 Kauffälle mehr als im Vorjahr registriert (aktuell 420). Der Immobilienumsatz stieg parallel dazu um 13,2 Millionen Euro auf jetzt 49,3 Millionen Euro an. In Neustetten nahm die Anzahl der Kauffälle gegenüber dem Vorjahr um 26 Fälle zu und erreicht im Jahr 2021 96 Kauffälle. Der Euro-Umsatz stieg um 3,1 auf jetzt 11,4 Millionen Euro an.

Einzig in Starzach nahm der Immobilienumsatz im Jahr 2021 geringfügig gegenüber dem Vorjahr ab (minus 0,8 Millionen), bei einer praktisch unveränderten Anzahl von Kauffällen (135).

Für das Gebiet der Gemeinde Hirrlingen können noch keine vergleichenden Umsatzergebnisse vorgestellt werden, da Hirrlingen erst im Jahr 2021 dem gemeinsamen Gutachterausschuss beigetreten ist.

Vollständiger Bericht kostet 60 Euro

Der Grundstücksmarktbericht 2022 kann bei der Geschäftsstelle des gemeinsamen Gutachterausschusses gegen eine Verwaltungsgebühr von 60 Euro als PDF-Datei angefordert werden.