Jürgen Haas hat im Boller Ortschaftsrat über aktuelle Hochwasserschutzprojekte informiert. Foto: Stopper

Der Hochwasserschutz war das Hauptthema in der Boller Ortschaftsratsitzung. Jürgen Haas, Leiter des Sachgebiets Tiefbau bei der Stadt Hechingen und damit zuständig für die technischen Einrichtungen des Hochwasser-Zweckverbandes, berichtete über mögliche Maßnahmen.

Hechingen-Boll - Haas schilderte die Folgen des Starkregens zu Monatsbeginn in Boll, insbesondere in den Bereichen Maria Zell, Zollerbergstraße und Ziegelbacher Hof.

Das Oberflächenwasser des Zollerberges oberhalb von Boll sei ein Problem, erklärte er. Das Wasser laufe auf der Straße zum Zollerberg kurz vor den ersten Häusern in die Wiesen Richtung Bach ab. Die Straße könnte aus Haas’ Sicht nachmodelliert werden, ein etwa ein Meter hoher Damm wäre eine Möglichkeit. Gespräche über Sofortmaßnahmen laufen hier bereits. Auch ein Retentionsbecken als Puffer für den Hangabfluss wäre laut ihm hilfreich. Die Bauwerke dafür würden aber auf privatem Grund liegen. Haas fordert die Ortschaftsverwaltung auf, mit den Eigentümern zu reden. Lange bekannt ist, dass bei Starkregen im Bereich Ziegelbach/Bahnbrücke Überflutungen auftreten. Ein Hochwasserschutzkonzept liege beim Landratsamt, zu dem gebe es zwar momentan noch Einwände, ein klärendes Gespräch, so Haas, werde aber gesucht. Geplant ist hier ein Einlaufbauwerk links der Bahnbrücke zum Betonwerk. Am Bach nach der Bahnbrücke ist ein Becken geplant. Haas hofft auf die Umsetzung im nächsten Jahr. Im Ortschaftsrat wurde unterstrichen, dass Boll bei Starkregen häufig über die Straße nicht erreichbar ist, das sei bei Notfällen ein Problem.

Ein weiteres Thema im Ortschaftsrat war der Haushalt für das nächste Jahr. Jürgen Haas berichtete über Fördermittel für Gemeindeverbindungswege, dass damit teure Auflagen verbunden seien. Ohne Zuschüsse einfacher zu bauen, sei oft besser. Aus dem Gremium wurde der Wunsch laut, das Unterhaltungs-Budget für die Wege zu erhöhen. Weitere Wünsche sind ein Weg zum Befahren des Friedhofes auf Maria Zell mit Kleingeräten, außerdem die Hangpflege, Sportgeräte für die Turnhalle oder die Verbesserung der Bodenbeschaffenheit in der Fahrzeughalle der Feuerwehr.

Ortsvorsteherin Meta Staudt teilte weiter mit, dass in der Arbeitsgemeinschaft der Vereine beschlossen wurde, die Dorfhockete abzusagen. Die Dorfplatzeinweihung ist auf Samstag, 2. Oktober, verschoben.

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