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Bösingen Und immer wieder gehen Herzen auf

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Bei idealem Wanderwetter meisterten Bösinger Wanderer des Albvereins zwei Etappen des Zweitälersteigs. Foto: Hezel Foto: Schwarzwälder-Bote

Bösingen. Zwei Täler, zwei Landschaften, Waldeinsamkeit mit Ausblicken und liebliche Bachtäler mit Weitblicken erlebten 23 Wanderfreunde mit dem Schwäbischen Albverein Bösingen, begleitet von idealem Wanderwetter.Bereits im Vorjahr durften die meisten der Teilnehmer den herrlichen Zweitälersteig, der durch die ursprünglichen Winkel des Elz- und Simonswäldertal auf 108 Kilometer Wanderwegen führt, auf den ersten zwei Etappen kennenlernen. In diesem Jahr wurde die Tour unter der Leitung von Brunhilde und Anton Hezel fortgesetzt.

Körperliche Strapazen wurden auf sich genommen, um der Natur im Schwarzwald nahe zu sein. An beiden Tagen wurde eine Strecke von je 26 Kilometern mit zahlreichen Auf- und Abstiegen von insgesamt 2011 Höhenmetern (Abstiege 1706 Meter), teilweise schweißtreibend, bewältigt.

Die dritte Etappe begann in Simonswald. Ein himmlischer Blick bot sich von der hoch thronenden Kapelle über das Elztal und das Simonswäldertal. Der heilige Hörnleberg des Elztals war in vorchristlicher Zeit ein kultischer Platz. Nicht nur an Marienfeiertagen ist der Berg das Ziel von zahlreichen gläubigen Wallfahrern. Seit 1493 ist diese Kirche urkundlich erwähnt. Die Wallfahrtskirche erlebte im Laufe der Jahrhunderte ein wechselvolles Schicksal, wurde aber nach kriegerischen Verwüstungen, Brandstiftungen und Blitzeinschlägen immer wieder instandgesetzt oder neu erbaut.

Die Herausforderung des Tages stellte ein weiterer Aufstieg über den Tafelbühl zum Braunhörnle (1034 Meter) dar. Mittagsrast mit Rucksackvesper und herrliche, weite Ausblicke ließen den Puls wieder etwas herabkommen. Weiter ging der Weg über die Schwedenschanze und den Gschasifelsen (1048 Meter) auf dem Höhenrücken, über den immer ein frisches Lüftchen wehte. Hinab ging es dann über den Bergrücken, der sich wie ein Keil nach Norden in den Lauf der Elz schiebt. Am äußeren Ende lockte neben der überwältigten Aussicht eine gekühlte Mostschorle bei der Kapfhütte des Schwarzwaldvereins.

Übernachtet wurde in Oberprechtal, 600 Meter tiefer gelegen. Der Beginn der vierten Etappe wurde vom Gemurmel des Bachs begleitet. Im Zick-Zack führte der Pfad hinauf zum Huberfelsen. Der in den Himmel ragende Stein, der sich wie der Turm eines U-Boots aus dem Wald erhebt, schenkte Aussichten über das beschauliche Gut­achtal und das hügelige Elztal, bei denen die Herzen einmal mehr aufgingen. Von der Passhöhe des Landwasserecks musste der höchste Punkt des zweiten Tages, die Prechtaler Schanze/Hirschlachschanze (836 Meter), erklommen werden. Dieser Ort war ein Augenschmaus, von dem man das oberen Elztal überblicken und am Horizont die Rheinebene erahnen konnte.

Zur Mittagszeit wurde beim Finsterkapf eine wohlverdiente Pause eingelegt. Der Landschaftscharakter hat sich gewandelt. Die Waldrandwege wurden zu Traumpfaden, zerstreut sah man Bauerhöfe in den Seitentälern und die ehemalige Heidburg auf einem Bergkegel.

Am Biereck wurde der Durst gelöscht, bevor die Gruppe das Tagesziel erreichte. Alle waren sich einig, dass Felsen, Schanzen, Ecken, Pässe – von Simonswald bis nach Höhenhäuser Biederbach – alles andere als bieder waren.

 
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