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Bösingen Sänger erkunden Marzeller Hof

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Mitglieder des Gesangsvereins Frohsinn bekommen spannende Einblicke in die moderne Landwirtschaft. Foto: Broghammer Foto: Schwarzwälder Bote

Bösingen. Wer von Epfendorf Richtung Bösingen fährt, dem sticht auf der rechten Seite ein markantes Gebäude ins Auge. Es ist der Marzeller Hof, der jüngst in seine Freiland-Milchkuhhaltung erheblich investiert hat. Die Sänger Matthias und Lorenz Maier präsentierten nun dem Gesangverein Frohsinn stolz ihren neuen Hof und zeigten auch die Hintergründe auf.

50 interessierte Vereinsmitglieder fanden sich am Samstagabend auf dem Hof ein und wurden von der Familie Maier herzlich empfangen. Matthias Maier bat zuerst zum Kosten des Endproduktes – und so durften sich die Gäste am Frischkäse mit selbst gebackenem Brot bedienen.

Danach ging es richtig los. Wie kommt die Milch in den Tank und wie kam es zu dem großen Stall? Matthias Maier führte das Wort und erklärte die Einmaligkeit seiner Kamin-Stallbelüftung. Die 25°-Schräge des "moscheenartigen" Stallbaus bewirkt, dass die Luft oben zum Kamin entweicht und sich so der Stall eigenständig belüftet. Dies ist einzigartig und beruht auf eigenständigen Experimenten an einem Stall-Modell, erläuterte er.

Die Tiere fühlen sich wohl, sind auf der Weide und kommen zwei Mal in den Melkstand. Hier können sich per Klappen 16 Kühe auf der rechten Seite und 16 auf der linken Seite des Melkstandes einfinden. Sauger ran – und die Milch fließt in den großen Tank.

Anfangs war dies wohl nicht so einfach, sondern ein Desaster und dauerte sechs Stunden. Aber nach kurzer Zeit verstanden die Kühe den Ablauf, und nun schafft man den Melkvorgang in rund einer Stunde. Nach dem Melken finden sich die Kühe in Boxen ein, in der sie nach Alter eingruppiert werden. Computergesteuert werden die Kühe mit Klappen-Technik zugewiesen. In diesem Bereich können Sie nun das Heu-Futter fressen, welches über Förderband zugeführt wird.

Alle Details und Einzelheiten wurden von Matthias Maier erklärt, und oft kam auch in Zwischensätzen die Schwierigkeit des Bauerndaseins zur Sprache. Dies sind unter anderem die harten Vorschriften, die Krankheiten der Tiere sowie die zusätzlichen Kosten für das Futter aufgrund der Trockenheit.

Doch die Familie ist stolz, dem Hof ein neues, moderndes Gesicht gegeben zu haben. Die Landwirte sind nun im biologischen Demeter-Verbund und erhoffen sich dadurch eine gute Vermarktung ihrer Milch. Am Schluss durften die Kinder noch genau beobachten, wie Kälber getränkt werden. Alle Sänger mit Familien waren beeindruckt, welche Philosophie im neuen Marzeller Hof steckt.

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