Göttelfingens Ortsvorsteher Michael Dittmann hatte kaum ausgeholt, schon konnte Baisingens Brauerei-Chef Edmund Teufel den Hahn aufdrehen. Verena Kieferle vom Musikverein „Eintracht“ Göttelfingen half beim Anstich. Foto: Alexandra Feinler

Sowohl das 37. Bockbierfest als auch die 27. Starparade des Musikvereins „Eintracht“ Göttelfingen waren am Wochenende gut besucht.

Ab Samstagabend ging es in der Göttelfinger Korntalhalle mit dem Programm los. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Musikverein Salzstetten. Anschließend folgte die 27. Starparade. DJ Peaceman aus Hochdorf rundete den Abend ab.

 

Am Sonntag begann der Frühschoppen mit dem Musikverein Öschelbronn unter der Leitung von Birgit Wohlhüter. Neben Polkas und Marsch hatten sie auch moderne Unterhaltungsmusik dabei. So konnte sich Göttelfingens Ortsvorsteher Michael Dittmann beschwingt auf seinen ersten Fassanstich vorbereiten. „Ich bin gespannt“, erklärte der Göttelfinger, dass er noch nicht so genau wisse, was er erleben werde.

Die Redner mache es so richtig spannend

Umso spannender machten es die Redner. Verena Kieferle vom Musikverein „Eintracht“ Göttelfingen hieß die Gäste aus nah und fern mit ihrer Begrüßung zum 37. Bockbierfest willkommen. Einiges sei zwei Tage lang in der Korntalhalle geboten, für Jung und älter. Baisingens Brauerei-Chef Edmund Teufel freute sich über den Ort der Begegnung, wo Freunde zusammenkommen – und das schon zum 37. Mal. Er fühle sich in Göttelfingen immer herzlich willkommen. Die Bedeutung seines Handwerks hob er gekonnt hervor. Das Fest zeige, wie wichtig Beständigkeit und die Gemeinschaft sei – Dinge, die verbinden. Immerhin sei das Bockbier, das dem Fest den Namen verlieh, nicht irgendein Bier, sondern das ausdrucksstärkste Bier. Besonders freue er sich, dass die Biermanufaktur Teufel seit 1775 und somit bald 250 Jahre bestehe. Sie werde in der zehnten Generation von der Familie geführt und die elfte Generation sei auch schon geboren. „Ich hoffe, dass die Familie die Tradition immer fortführt“, erklärte Edmund Teufel.

Zahlreiche Gäste besuchten das Bockbierfest und blieben lange, selbst als „Bock auf Preise“ langsam ausklang. Foto: Alexandra Feinler

Die Spannung gekonnt aufgebaut, stand dann aber doch der große Moment von Michael Dittmann bevor. Seine Familie schaute in der ersten Tischreihe gespannt zu. Mit nur zwei Schlägen hatte der neue Ortsvorsteher den Hahn gekonnt eingebracht. „Das muss so schäumen“, erklärte er im Nachgang, denn das habe ihm Edmund Teufel gesagt: „Die Leut‘ wollen was sehen.“ Im Nachhinein sei der Fassanstich gut geglückt und doch keine große Herausforderung gewesen, wie anfangs gedacht, wusste der Ortsvorsteher.

Der Musikverein Öschelbronn spielte einige Prosits und so wurde das starke Bockbier verteilt. Passend dazu gab es Saibling im Bierteig, aber auch Schweinshaxe, Schnitzel, Kässpätzle und Pommes. Zur Kaffeezeit trat der Musikverein Hirrlingen auf.

Jugendkapelle führt durch die Welt der Filme

Einige Eltern warteten gespannt das Nachmittagsprogramm mit der Jugendkapelle Göttelfingen/Eutingen/Baisingen und Dirigentin Corinna Jöchle ab. Die 20 Musiker führten durch die Welt der Filme und hielten so manche moderne Musik-Überraschung bereit.

Zum Vesperabend gab es mit dem Musikverein Derendingen Wurstsalat und Leerdammer Käsebrot. Ab 16.30 Uhr erhielt jeder zu seinem Getränk ein Los, mit dem wieder einige Preise gewonnen werden konnten. Nach der Verlosung schloss der Musikverein mit einer positiven Bilanz das zweitägige Fest in der Korntalhalle ab.