Beim Bochinger Biergartenfest gibt es Blasmusik der Extraklasse. Und per Handschlag wird gleich das nächste Musik-Engagement besiegelt.
Brechend voll der Biergarten, gigantisch die Stimmung, in Perfektion dargebotene Blasmusik – ein Erlebnis, welches schwer in Worte zu fassen ist.
Was Rang und Namen hat in der blasmusikalischen Szene war unter den weit über eintausend Besuchern auszumachen, die teilweise aus sehr großer Entfernung zum historischen Schafstall angefahren waren, um Musik der Spitzenklasse zu hören, für welche die Original Schwarzwälder Musikanten zweifellos bekannt sind. Sie faszinieren durch Virtuosität und Leidenschaft, treiben sich in ihrer Spielfreude gegenseitig zu Höchstleistungen. Bei nur acht Instrumentalisten kann sich keiner verstecken, da muss jede Stimme abliefern.
Wunderbare Eigenkompositionen
Ein brandneuer Megatitel
Und trotzdem schaffen sie es, dass ihre Walzer und Polkas, ihre wunderbaren Eigenkompositionen, ihre bestechenden Solis mit einer überraschenden Leichtigkeit rüberkommen und so eine starke Ausstrahlung erzeugen.
Ein brandneuer Megatitel
Für letztere sorgten im Besonderen das hervorragende Gesangsduo Elke Karr und Michael Maier, das die emotionalen Saiten zum Schwingen brachte. Mitgebracht hatten sie alte Klassiker, die bislang nicht in ihrem Programm waren, und erstaunlich viele neue Titel, was auch ihr viertes Gastspiel zu einem Überraschungspaket machte.
Darin enthalten der brandneue Megatitel „Die Bollenhutpolka“, mit welcher Mathias Gronert dem unangefochtenen Symbol des Schwarzwalds ein musikalisches Denkmal gesetzt hat. So waren dann auch die Polka „Stunden, die man nie vergisst“ zu Beginn ein Versprechen welches bis zu „Schön war der Abend“ ununterbrochen beeindruckende Bestätigung fand. Dass Martin Karsten der Blasmusik einen solchen Stellenwert verschafft hat, schätze er sehr.
Ebenfalls überregional bekannt, doch weil sie in der Besetzung und musikalischer Interpretation nicht miteinander zu vergleichen sind, bescherte Christoph Gleichauf mit seiner Blaskapelle „Keine Stille Stunde“ am Folgeabend ebenfalls Blasmusik in solcher Qualität, dass Martin Karsten nach eigener Aussage keine Worte fand, um dem gerecht zu werden, was sich im Biergarten abspielte.
Jeder klatscht mit
Die junge Gruppe von 20 ambitionierten Amateurmusikern aus dem süddeutschen Raum servierte Blasmusik unterschiedlichster Couleur, bestach mit Eigenkompositionen des Kapellmeisters und setzte Akzente mit Stücken aus der Feder von Nachwuchstalenten. Hochmotivierte Solisten wurden mit Zugaben überschüttet, der Kontakt mit dem Publikum sprichwörtlich hautnah aufgenommen.
Wie von selbst erhoben sich die Gäste, klatschten und sangen mit, genossen den Abend in vollen Zügen. Wie unterschiedlich Blasmusik präsentiert werden kann, das machte den Reiz der beiden Abende aus.
In der Bewertung des Bochinger Biergartens aber zeigten sich beide Kapellen einig, denn auch Moderator Dirk Lampprecht fasste zusammen: „Was ihr hier geschaffen habt, sucht wirklich seinesgleichen, weil ihr so viele Menschen zusammenführt.“ Mit einem Handschlag zwischen dem Bandleader und Martin Karsten wurde gleich das nächste Biergarten-Engagement besiegelt.
Im Rahmen des Auftritts der „Rentnerband“ aus Herrenzimmern am heutigen Samstag ab 16 Uhr stellt Harald Möhrle seine erstes Witze-Buch vor. Ab 20 Uhr geht’s jung und fetzig weiter mit „Böhmisch’s Feuer“ aus Harthausen. Am morgigen Sonntag lassen nach dem Ökumenischen Gottesdienst ab 10 Uhr die Gastgeberkapelle (Frühschoppen) und die Musikkapelle aus Römlinsdorf (ab 15 Uhr) das Fest ausklingen.
Das Wochenendprogramm
Samstag, 30. August
Im Rahmen des Auftritts der „Rentnerband“ aus Herrenzimmern ab 16 Uhr stellt Harald Möhrle seine erstes Witze-Buch vor. Ab 20 Uhr geht es jung und fetzig weiter mit „Böhmisch’s Feuer“ aus Harthausen.
Sonntag, 31. August
Nach dem Ökumenischen Gottesdienst ab 10 Uhr lassen die Gastgeberkapelle aus Bochingen (Frühschoppen) und die Musikkapelle aus Römlinsdorf (ab 15 Uhr) das Fest ausklingen.