Ortsvorsteher Thorsten Ade (Vierter von links) mit allen Mitgliedern des Ortschaftsrats, Dilek Akdeníz (vordere Reihe, von links), Susanne Riedl und Birgit Bippus. Foto: Fahrland

Von der Dorfgemeinschaft getragen und durch zahlreiche Projekte geprägt: Der größte Oberndorfer Teilort blickt auf ereignisreiche Monate zurück.

In seinem Jahresrückblick ließ Ortsvorsteher Thorsten Ade das Jahr mit seinen Herausforderungen, kommunalpolitischen Themen, gesellschaftlichen Höhepunkten und dem ausgeprägten ehrenamtlichen Engagement Revue passieren. Musterbeispiele hierfür sind das Ringtreffen der Narrenzunft und das Biergartenfest.

 

Immer wieder drückte der Applaus der Gäste Dankbarkeit und Wertschätzung für Personen, Gruppen und Vereine aus, die die Dorfgemeinschaft bereichert hatten. Mit Eigenleistungen glänzte der Jugendclub, dessen Eigenmittel durch die Bürgerstiftung Oberndorf aufgestockt wurden.

Anstehende Projekte und Vergangenes

Die letzten Wohnbau- und Schuppenflächen seien vergeben, Bauwillige müssten sich daher um unbebaute Grundstücke in Privatbesitz bemühen, teilte Ade mit. In Anwesenheit seines Amtsvorgängers Martin Karsten berichtete er über das „Gesamtstädtische Aktivierungskonzept“, umfangreiche Baumaßnahmen an der „Krone“ zur Abdichtung und Standsicherheit, ging auf den instandgesetzten Schulhof mit barrierefreiem Zugang zur Gutenbergschule und die Fertigstellung des neuen Kindergartens ein. In wenigen Wochen ende auch die Renovierung des Bestandsbaus. Blumen gab es für Birgit Bippus vom Rathaus sowie die langjährige Gruppen- und Einrichtungsleiterin Susanne Riedl, die ab 1981 und nach einer Unterbrechung von 2003 bis zum Ruhestand ab Herbst 2025 viele Kindergartenjahrgänge geprägt habe.

Um Bochingen im nächsten Frühjahr in die Evaluierung des Lärmaktionsplans einzubeziehen, blieb der Ortschaftsrat hartnäckig. Er beteiligte sich, wie viele andere, am Ferienprogramm BoBo, richtete das zweite Frühlingsfest für Kinder und Familien aus und unterstützt den Bau des Kleinspielfelds der Spielvereinigung monetär. Viel Zuspruch erfuhr die Gemarkungswanderung zum Leimgrabenhof und Riedsee, dessen Erhalt auf gutem Wege sei. Die Belüftungsanlage für rund 30 000 Euro werde zum Teil aus Biergartenmitteln finanziert. Fördermittel sollen die Finanzierungslücke schließen, die nach den Beiträgen des Angelsportvereins und der Stadt noch bleibt. Bei der Feuerwehr tragen neue Rolltore und Parkplätze zum schnellen Ausrücken bei, wenn jede Minute zählt.

Die „Bürger für Bochingen“ schmückten erstmals den Dorfbrunnen zu Ostern und Weihnachten. Laut Ade müsse die Nachfolgesuche für Reinhard Schlüter gelingen, der seinen Rückzug als Vorsitzender für 2026 angekündigt habe.

Zum Stichwort „Wirtschaftsförderung“ meinte die Erste Beigeordnete Dilek Akdeníz, dies sei „ein großes Thema“. Bochingen sei strukturell gut aufgestellt, doch sei es „nicht so einfach, eine Metzgerei oder Bäckerei anzusiedeln“. Sie sei stolz, dass ersteres mit der Hofladen-Filiale gelungen sei.

Überraschungsgast und herzhaftes Lachen

Vor dem geselligen Ausklang kündigte Ade drei weitere Programmpunkte an. Marco Braasch würzte die Bildpräsentation anlässlich „50 Jahre Stadt Oberndorf“ mit Erläuterungen und bedankte sich allen Beteiligten.

Mit Überraschungsgast Isabell Sawade führte der Ortsvorsteher ein Interview. Die deutsche Teamchefin der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG). Isabell Sawade, großgeworden im TV Bochingen und Olympiasieg 2024 in Paris, gab Auskunft über ihre Ziele und Aufgaben als Teamchefin und Wettkampfrichterin, ihre Bochinger Vorbilder und ihren eigenen Werdegang sowie die Bedeutung von Disziplin und Leidenschaft. „An die Spitze zu kommen ist leichter als dort zu bleiben“, bekannte Sawade.

Zum Abschluss stellte Ade die Frage: „Was wäre ein Jahresabschluss ohne ein herzhaftes Lachen?“ und erinnerte an die „Witzekönig“-Events und gab das Mikrofon weiter an Harald Möhrle, der für einen humorigen Abschluss sorgte.