Über die Feiertage und durch die Erkältungswelle sind die Blut-Reserven abgeschmolzen. Das DRK Weil am Rhein-Haltingen bietet einen Doppeltermin zur Blutspende.
„Blut zu spenden, das ist lebenswichtig“, sagte der Arzt , Ludwig Günkel, von der Blutspendezentrale. Zwei Tage lang kann im Katholischen Gemeindehaus St. Peter und Paul Blut gespendet werden.
Am Dienstag wurde das Equipment von den Helfern der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuz Weil am Rhein-Haltingen aufgebaut. Am Mittwoch um 13 Uhr war alles bereit, und die ersten Spender trafen ein. „Bis um 20 Uhr können Spendenwillige kommen“, sagte Bereitschaftsleiterin Elena Wlaschny. Ebenso könne am Donnerstag, 15. Januar, von 13 bis 20 Uhr Blut gespendet werden, danach beginne der Abbau.
Gefühlt sei der Zulauf etwas weniger, als beim vergangenen Termin. Viele Stammspender blieben wegen Krankheit aus, was sich bemerkbar mache. Im Schichtdienst seien 18 Helfer der Bereitschaft vor Ort, dazu komme die DRK Jugend und der Sozialdienst. Insgesamt stünden 26 Personen des DRK Weil am Rhein-Haltingen zur Verfügung.
Reibungsloser Ablauf
„Es funktioniert alles Hand in Hand“, stellt Wlaschny fest. Zuerst erfolge die Anmeldung, dann werden im Labor die Eisenwerte und der Blutdruck gemessen, es wird festgestellt, dass der Spender kein Fieber habe. Dann ginge es zum Arzt, dort werde die medizinische Abklärung vorgenommen, ob Blut gespendet werden darf. Nachdem 500 Milliliter Spenderblut abgegeben wurden, ruhen sich Mehrfachspender zehn Minuten sitzend aus. Erstspender liegen 10 Minuten und fünf Minuten werden sitzend abgewartet. Danach übernimmt der Sozialdienst, der die Verpflegung übernommen hat. Kaffee, Kuchen, Kartoffelsalat mit Frikadellen, dazu Getränke und vom Obsthof Brändlin in Huttingen gespendete Äpfel sind im Angebot.
Mehrere Termin in und um das Jahr
Stefan Ohm, Bereitschaftsleiter und zweiter Vorsitzender weiß die Zahlen. Vier Mal jährlich an insgesamt sieben Tagen findet ein Blutspendetermin statt. Einen Tag in der Haltinger Festhalle am 15. April, zwei Tage in Binzen, am 15. und 15. Juli, und die nächsten Termine im Katholischen Gemeindehaus sind für den 7. und 8. Oktober vorgesehen. Daneben werde es drei Betriebsblutspendetermine, einmal bei der Vitra, der Firma Raymond und im Weiler Rathaus geben. Mit weiteren Betrieben werde derzeit verhandelt, berichtete Stefan Ohm.
Sinnvolle Beteiligung
„Blut ist derzeit knapp“ erklärte der Arzt Ludwig Günkel. Blut werde vor allem bei Operationen, Blutkrebs und nach einer Chemotherapie dringend benötigt. Seit fünf Jahren ist Günkel beim Blutspenden dabei. Mit seinen 75 Jahren sei dies sein „Anti Aging Programm“. So komme er unter Leute und tue gleichzeitig etwas Sinnvolles. „Ich danke jedem Spender für seine Bereitschaft diese gute Tat für die Mitmenschen zu machen“, sagt der Arzt. Und, er wünsche jedem, dass dies einmal vergolten werde.
Natja Chalnou ist Erstpenderin. Als gläubige Muslima ist es ein Teil ihres Glaubens, zu helfen, sagt die junge Frau. „Ich investiere meine Zeit aus Nächstenliebe und um zu helfen“, sagt Chalnou. Über die wunderschöne Dankeschön-Rose, die von der Blumenoase in Weil gespendet wurde, habe sie sich sehr gefreut. Vreni Fazis und Slobodan Bilbija aus Weil am Rhein sagten, dass der soziale Aspekt des Blutspendens für sie beide wichtig sei.
Bereits zum 54. Male spendete Christa Asal aus Binzen Entweder sie gehe nach Binzen, Haltingen oder nach Weil am Rhein. Sie sehe sich gesellschaftlich verpflichtet. Dies auch vor dem Hintergrund, dass immer mehr Blut benötigt werde. Vielleicht, man wisse ja nicht, ob man selbst einmal Spenderblut brauche.
Blutspende am Donnerstag, 15. Januar, noch möglich
Eine Blutspende ist auch jetzt noch am Donnerstag, 15. Januar, von 14 bis 19.30 Uhr, im Katholischen Gemeindehaus St. Peter & Paul, Rudolf-Virchow-Straße 8, möglich. Jetzt Termin buchen: www.blutspende.de/termine. – Blutspenden sind aber auch in einem anderen Ort der Region möglich.