Viele Interessierte beobachteten die Mondfinsternis. Zunächst aber verdeckten Wolken die Sicht. Foto: Siegmeier

Viele Schaulustige warten am Sonntagabend gespannt auf die Mondfinsternis. Zunächst verdeckten Wolken den Blick, doch später zeigte sich der Blutmond doch noch.

Am Sonntagabend waren zahlreiche Leute unterwegs und warteten gespannt auf das seltene Himmelsereignis. Doch vielerorts verdeckten Wolken zumindest den Beginn der Mondfinsternis.

 

Es ist kurz vor 20 Uhr. Und gleich müsste der Blutmond hinter dem Wald aufsteigen. Es ist ungewöhnlich viel los an diesen Sonntagabend auf den Feldwegen, kleinen Anhöhen und besonderen Orten rings um Rottweil. Und alle sind auf der Suche nach dem besten Platz, um den perfekten Blutmond sehen zu können. Bei Dietingen haben es sich drei Frauen auf einer Bank auf einer Anhöhe gemütlich gemacht. Sie haben Getränke dabei, unterhalten sich angeregt und warten. Ein Paar mit Hund kommt vorbei. „Wir haben gestern Abend schon geschaut. Das ist ein guter Platz da oben. So kurz nach 20 Uhr müsste der Mond hinter dem Wald auftauchen“, so ihr Tipp bevor sie weiterziehen. Geduld ist also gefragt.

Kurz nach 22 Uhr war dann das Himmelsspektakel dann vorbei und der Vollmond zeigte sich in seiner ganzen Pracht. Foto: Siegmeier

Derweil ploppen Nachrichten von weiteren Wartenden herein, an der Bollershofkapelle in Hausen, vom Linsenbergweiher, vom Pappelsee in Dietingen, vom Langen Berg und anderen Orten. „Siehst du schon was?“, heißt es gleich mehrfach und es ergibt sich ein reger Austausch. Der Blutmond lässt allerdings auf sich warten.

Gerade noch hatte sich die Sonne mit einem grandiosen Farbenspiel verabschiedet, da müsste doch alles perfekt sein, nach dem schönen Sonnentag. Doch inzwischen ziehen Wolken herauf. Die drei Damen geben auf und gehen nach Hause. „Uns ist kalt“, sagen sie ein wenig enttäuscht. Wenig später zeichnet sich dann ein dünner rosa Schatten am leicht bewölkten Himmel ab. In Umrissen ist der Blutmond zu erkennen, samt Mondfinsternis. Doch eben nicht so, wie sich die meisten das wohl vorgestellt haben dürften.

Wer Geduld hatte wurde belohnt

Doch wer noch ein wenig Geduld hatte, der wurde doch noch belohnt und konnte das seltene Himmelsspektakel mitverfolgen. Die Wolken verzogen sich und endlich wurde die Sicht frei auf die Mondfinsternis. Der Mond zeigte sich zwar nicht mehr in Rot, aber dennoch konnte man die Mondfinsternis perfekt beobachten, bis das Spektakel dann gegen 22 Uhr beendet war. Bis zur nächsten totalen Mondfinsternis muss man in Deutschland jetzt warten, diese findet am 31. Dezember 2028 statt.