Mit individuellen Blumenteppichen, einem Projektchor mit knapp 50 Sängern und viel Musik feierte die katholische Kirchengemeinde Friesenheim in Schuttern das Hochfest.
„Ein Fest um eine Winzigkeit, in der sich ein lautloser Christus in Verborgenheit in einem Stück Brot zeigt“, erklärte Pfarrer Bernhard Dorner das Mysterium von Fronleichnam. In Schuttern feierte die Kirchengemeinde mit vielen Gästen zum zentralen Gottesdienst für die Pfarreien, die der früheren Seelsorgeeinheit Friesenheim angehörten.
Pfarrer Dorner beschrieb in seiner Einführung und Begrüßung die Feier zu Fronleichnam und erklärt: „Gott drängt sich nicht lauthals auf. Er will gesucht und entdeckt werden. Seine messbare Menschenfreundlichkeit will hinausgetragen sein aus dem kirchlichen Innenraum mitten unter die Leute.“
Dringend brauche es Menschen, die das Brot teilen. Die Quelle des Brotes in Christus halte ab von Egoismus und Selbstgefälligkeit. Jeder sei eingeladen sein Brot mit anderen zu teilen. Es brauche Menschen, die sich bei Unrecht zu Wort melden. Niemals dürfe das Bemühen, um eine bessere Welt nachlassen.
Gemeinde trägt Glauben auf die Straße
Kraftvoll sang ein Projektchor mit rund 50 Mitgliedern verschiedener Kirchenchöre unter der Leitung von Ruth Schneeberger. An der Orgel begleitete Georg Eichner. Seit 13 Jahren feiern die Katholiken der früheren katholischen Kirchengemeinde Friesenheim das Fest zu Fronleichnam gemeinsam in der ehemaligen Klosterkirche.
Zehn Ministranten aus der gesamten Kirchengemeinde dienten am Altar. Die Christen lobten mit ihrem Gesang, ihren Gebeten und ihrem Mitwirken einen lebendigen Gott, der wie Pfarrer Bernhard Dorner betonte, hinausgetragen sein möchte zu den Menschen. Als Zeichen ihres lebendigen Glaubens tragen Christen in der Prozession ihren Glauben aus dem Kirchenraum ins alltägliche Leben hinein.
Die Kreuz- und Fahnenträger führten den Prozessionszug gemeinsam mit der Musikgruppe an. Auf der Prozessionsstrecke begleitete eine Schar aus allen sechs Musikvereinen der Gemeinde Friesenheim und Kürzell unter der Leitung von Frank Hertweck die Gläubigen.
Blumenteppiche säumen den Prozessionsweg
Den Musikern folgen die Ministranten mit Banner, Ministranten mit Leuchtern, Altarglocken und Weihrauch, sowie der „Himmel“ unter dem Pfarrer Bernhard Dorner die Monstranz der Mariä-Himmelfahrtkirche trug. Lektoren sowie die Gemeindemitglieder folgen der Prozession. Mitglieder der Feuerwehr-Abteilung Schuttern übernahmen die Absicherung entlang der Prozessionsstrecke.
Blumenteppiche, Sträuße aus Tannenreisig und bunten Fahnen schmückten die Tore entlang des Prozessionswegs. Kunstvoll legte Familie Fimm einen der schönsten Teppiche überhaupt am historischen Kreuz auf dem Lindenplatz. Aber auch Monika Rudolf versammelte ein Team, das einen prachtvollen Teppich vor dem Kirchenportal gelegt hatte. Nach dem Festgottesdienst blieb der Blumenschmuck in den Straßen und vor der Kirche liegen.
Ein besonderer Dank der Kirchengemeinde galt neben Chorleiterin Ruth Schneeberger auch Georg Eichner, der mit seinem frischen und sensiblen Orgelspiel den musikalischen Festcharakter unterstrich.