Diese CO2-Ampeln stehen seit Ende der Herbstferien in jedem Klassenzimmer und jedem Gruppenraum der Schulen und Kitas im Raum Blumberg. Die Geräte messen den CO2-Gehalt in den Räumen, der zeigt, wie gut der Raum durchlüftet ist. Das Farblicht zeigt den Status an. Foto: Bäurer

Um die Sicherheit in den Schulen und Kindertagesstätten zu erhöhen, hat die Stadt Blumberg Luftfilter und CO2-Ampeln beschafft, die vor den Herbstferien ausgeliefert wurden und seit Ende der Ferien im Einsatz sind.

Blumberg - Laut Daniela Rösch, stellvertretende Hauptamtsleiterin mit Zuständigkeit für die Schulen und Kindergärten, ist die Beschaffung dieser Geräte ein weiterer, zusätzlicher Baustein im Umgang mit der Pandemie. Das regelmäßige Lüften bleibe weiterhin die effektivste Lösung, um die Übertragung von eventuell möglichen Corona-Viren durch Aerosole in der Luft zu minimieren. Die Luftfilter sollen helfen, die Luft zu reinigen und die CO2-Ampeln sollen anzeigen, wie gut durchlüftet ein Klassenzimmer gerade ist.

In jedem Klassenzimmer und jedem Gruppenraum

Mit dieser Maßnahme solle die Sicherheit gesteigert werden, um den Präsenzunterricht weiter zu gewährleisten. "Allerdings kann für die Zukunft dafür keine Garantie gegeben werden, da es stets die Anordnungen des Kultusministeriums umzusetzen gilt", erklärt Rösch. Insgesamt wurden 100 sogenannter CO2-Ampeln bestellt, welche in jedem Klassenzimmer und jedem Gruppenraum in der Kernstadt und den Ortsteilen installiert sind. Diese Melder messen den CO2-Gehalt in den jeweiligen Räumen und zeigen durch farbliches Licht an, wie der Wert aktuell ist. In den Ampelfarben grün, gelb und rot kann so stets erkannt werden, ob gelüftet werden sollte oder nicht.

Beim Aufblinken der roten Lampe muss gelüftet werden

Bei einem Aufblinken der roten Lampe ertönt zudem ein Pfeifen. Dies ist das Zeichen für die Lehrkraft oder die Erzieherin, dass spätestens dann gelüftet werden sollte, um frischen Sauerstoff in den Raum strömen zu lassen. Die neun beschafften Luftfilter mit Aktivkohle sind in den Räumen eingesetzt, in denen keine oder nur eine unzureichende natürliche Lüftung durch Fenster erfolgen kann. Durch die Mobilität dieser Luftreiniger können diese auch umgestellt werden.

Für die Beschaffung wurden Fördermittel beantragt, welche allerdings bislang noch nicht bestätigt wurden. "Weitere Beschaffungen sind derzeit nicht geplant", so Daniela Rösch. Sie betonte nochmals, dass es sich hierbei um eine unterstützende Maßnahme zur Lüftung handele. Zusätzlich gelten nach wie vor die aktuellen Vorschriften des Kultusministeriums: Das Abstandsgebot, das Tragen von medizinischen Masken sowie die regelmäßige Handdesinfektion sind weiterhin oberste Gebote und werden von den Schülern und Kindergartenkindern mittlerweile als Selbstverständlichkeit angesehen.

Janette Vetter, Leiterin der Kindertagesstätte Stadtzwerge, zeigt sich erfreut über die Geräte. Gerade in den Räumen ohne Fenster könne nun die Luftqualität auch ohne Lüften erhöht werden. "Die Gruppenarbeit ist derzeit wieder normal möglich, ebenso kann aktuell der Sportunterricht im Klassenverbund wieder stattfinden", so Vetter.

Präsenzunterricht ist zur Zeit nicht gefährdet

Zudem gebe es aktuell von Seiten des Kultusministeriums keine Informationen, dass der Präsenzunterricht gefährdet sei. Daniela Rösch sagte aber auch, dass sich die Situation jederzeit ändern könne und die Stadtverwaltung immer auf die Verordnungen des Landes angewiesen sei. Die Luftfilter und CO2-Ampeln sorgten zumindest für ein weiteres Stück mehr Sicherheit, so Rösch und Vetter.