Preisentwicklung: Am teuersten ist der Boden im Kernstadt-Gebiet Kehr ob der Kehr / Hohe Nachfrage

Grundstückskäufe in Blumberg, den Stadt- und den Ortsteilen werden ab sofort deutlich teurer.

Blumberg (blu). In nur einem Jahr hat der neue Gutachterausschuss südwestlicher Schwarzwald-Baar-Kreis die Bodenrichtwerte für die meisten seiner elf Gemeinden aktualisiert. Stichtag ist der 31. Dezember 2020. Für die Kernstadt machen die Erhöhungen zum Teil bis zu 50 Prozent und mehr aus, in den Teilorten beträgt die Erhöhung zum Teil über 100 Prozent. wie in Randen, wo der Wert von 40 auf 90 Euro pro Quadratmeter erhöht wurde. Am teuersten ist der Grund im Kernstadt-Gebiet Kehr ob der Kehr, wo der Wert von bis 130 Euro auf nun 190 Euro pro Quadratmeter stieg.Der Gutachterausschuss habe anhand der unterschiedliche Ausgangslagen und Sachstände in den elf Gemeinden eine einheitliche Basis erarbeitet, erklärte der Vorsitzende Theo Kneer von der Stadtverwaltung Donaueschingen auf Anfrage. "Nach den gesetzlichen Vorgaben sind die Bodenrichtwerte im Frühjahr 2021 auf den Stichtag 31.12.2020 zu aktualisieren." Dabei hätten sie formale Anpassungen der Zonen vorgenommen, die für das Bodenrichtwertsystem Baden-Württemberg (BorisBW) relevant seien. Bei den Beratungen und Beschlüssen habe auch neben den Gutachtern der Gemeinden auch eine Vertreterin der zuständigen Finanzbehörde mitgewirkt.

Kaufpreissammlung und Statistik berücksichtigt

"Zur Aktualisierung der Bodenrichtwerte wurden die digitalen Auswertungen der Kaufpreissammlung und statistische Werte zur Preisentwicklung herangezogen", erklärt Theo Kneer. "Durch den Zusammenschluss bestand nun auch erstmalig die Möglichkeit Vergleiche über die Gemarkungsgrenzen hinweg mit einzubeziehen um eine größere Markttransparenz zu erreichen."

Die hohe Nachfrage nach Immobilien und Wohnraum in den letzten Jahren habe zu rasanten Preisentwicklungen und dadurch auch zu steigenden Bodenrichtwerten geführt.

Kernstadt: Hier gab es bisher 18 Zonen und nun 19 Zonen, erklärte Thomas Graf von der Stadt auf Nachfrage: Von 35 Euro auf 85 Euro stiegen die Gewerbeflächen im Bereich der Firma Staub und auf dem Lauffenmühle-Areal. Für den Wohnbereich auf dem Lauffenmühle-Areal stieg der Wert von 85 auf 150 Euro. Der Bereich Bergarbeitersiedlung stieg von 75 auf 115 Euro; im Städtle hinten stieg der Wert von 75 auf 120 Euro; der Bereich des Gebiets Ob dem Baumgarten bis Vor Weiden stieg von 100 beziehungsweise 110 Euro auf 160 Euro. Der Bereich Uhlandstraße bis zur Stadthalle und vor bis zu Hauptstraße stieg von 90 auf 140 Euro, der östliche Bereich des Baugebiets Kehr ob der Kehr mit der achten Änderung, wo der Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg sein neues Gebäude erstellen will, stieg von 130 auf 190 Euro. Der angrenzende Bereich Uchbahnstraße bis Weiherdammstraße sowie die Danziger Straße, Rossegger Straße und Mörikestraße stiegen von 100 auf 130 Euro. Der Bereich von der Friedhofstraße bis circa Tevesstraße 25 (zwischen Dillinger und Völklinger Straße) stieg von 100 auf 140 Euro.

Zollhaus: Bisher gab es vier Zonen zwischen 35 und 45 Euro, jetzt sind es noch zwei Zonen, die Gewerbefläche Südwerk plus Vogelherd stiegen von 35 auf 65 Euro. Der Innenbereich des Ortes stieg von 45 auf 80 Euro.

Randen: Hier stieg der Richtwert von 45 Euro auf 90 Euro.

Achdorf: In Achdorf selbst wurde der Richtwert von bisher 50 und 85 Euro pro Quadratmeter auf 90 Euro und im Neubaugebiet auf 105 Euro erhöht. In den vier Ortsteilen wurde der Richtwert, der bisher bei 45 Euro und in Aselingen in einem kleinen Bereich im Osten bei 35 Euro lag, auf 90 Euro erhöht.

In Epfenhofen wurde der Richtwert von 50 auf 90 Euro erhöht mit Ausnahme des Baugebiets Hanfgärten, wo der Wert von 86 auf 105 Euro angehoben wurde.

In Hondingen wurde der Richtwert von 50 auf 95 Euro und im Baugebiet Kirchberg I von 60 auf 105 Euro erhöht.

In Kommingen "hatten wir zuvor neben dem Baugebiet Gansäcker Erweiterung mit zehn Euro vier Zonen zwischen 30 und 50 Euro pro Quadratmeter" erklärt Thomas Graf von der Stadt, jetzt sind es nur noch drei Zonen zwischen 55 und 105 Euro. Die größte Steigerung ist der Sprung von 50 auf 105 Euro im Baugebiet Gansäcker.

Nordhalden hatten bisher drei Zonen zwischen 25 und 50 Euro, jetzt sind es noch zwei Zonen mit 105 Euro für das Baugebiet Ob der Kapelle und 90 Euro. Mit einbezogen in die 90-Euro-Zone wurde der östliche Bereich der Endergasse mit einem ansässigen Gewerbebetrieb. Deutlich stieg der Richtwert auch im Ortsteil Neuhaus von 40 auf 90 Euro.

Riedböhringen: Hier gab es neun Zonen von zehn Euro für Bauerwartungsland bis 84 Euro für das Baugebiet Aitental III, dazwischen waren Abstufungen von 39 und 50 Euro. Jetzt sind es außer den landwirtschaftlichen Flächen noch drei Zonen: Das Baugebiet Aitental III liegt jetzt bei 120 Euro, das Gewerbegebiet B 27 Blumberg in Riedböhringen sowie die westlich an die Alemannenstraße angrenzenden Gewerbeflächen wurden von 39 auf 65 Euro hochgesetzt. Derzeit werde bereits 60 Euro verlangt, so Thomas Graf. Der gewachsene Ortskern wurde von 50 auf 95 Euro.

In Riedöschingen gab es bisher elf Zonen, von 30 Euro bis auf 53 Euro. Künftig gibt es hier außer landwirtschaftlicher Fläche und Wald sieben Zonen mit einer Staffelung von 50 bis 105 Euro im Baugebiet Franzenberg, das bisher bei 50 und 53 Euro lag.

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