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Blumberg Werk aus Berechnung, Stein und Stahl

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Die Wutachtalbahnstrecke setzte bereits bei ihrem Bau Ende des 19. Jahrhunderts ingenieurtechnische Maßstäbe. Noch heute sind die Brückenbauten, Dampfloks und historischen Bahnhofsgebäude bei den Besuchern beliebt. Fotos: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stefan Limberger-Andris

Blumberg. Sie zieht Gäste, vor allem die Fans historischer Eisenbahnen an, die Wutachtalbahn, die auf 25 Schienenkilometer ursprünglich einmal als strategische Bahn zum Ende des 19. Jahrhunderts erbaut worden war. Nun wird der Strecke der Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurskunst in Deutschland" verliehen.

Zur Verleihung der Ehrentafel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurskunst in Deutschland" haben sich Festredner Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, ebenso angesagt wie Landrat Sven Hinterseh und die Ingenieur-Kammerpräsidenten Hans-Ulrich Kammeyer für die Bundesebene und Rainer Wulle für die Landesebene. Bürgermeister Markus Keller, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Bahnbetriebe Blumberg GmbH & Co.KG ist, wird begrüßen. Während einer anschließenden Fahrt mit der Wutachtalbahn bis zum Bahnhof Epfenhofen wird Christian Brinkmann, Geschäftsführer der Bahnbetriebe, die Besonderheiten der Bahn erläutern. Am Bahnhof Epfenhofen ist ein Empfang vorgesehen, danach geht es zum Bahnhof Zollhaus.

Wurde die Wutachtalbahn ab im Mai 1977 als Teil des Eigenbetriebs Stadtwerke geführt, also 37 Jahre lang, folgte am 18. Juli 2013 die Gründung einer Bahnbetriebe Blumberg GmbH & Co.KG. Dadurch verspricht sich die Stadt unter anderem eine verbesserte Flexibilität bei unternehmerischen Entscheidungen. Derzeit wird eine eigene Stiftung Sauschwänzlebahn unter dem bundesweiten Dach der "Stiftung Deutsche Eisenbahn" (SDE) aufgebaut. Ziel ist zunächst die Co-Finanzierung von fünf Projekten in den kommenden Jahren. Mit dem Projekt "Dampflok FKE 262", die auf der eigenen Strecke eingesetzt werden soll, wurde bereits begonnen. Ebenso das Projekt "Umbauwagenzug" für den Personentransport. Mit den beiden Projekten einer Wiederinbetriebnahme des Bahnhofsgebäudes Epfenhofen bis in zwei Jahren sowie der Erweiterung des Bahnhofs Zollhaus durch ein Multifunktionsgebäude mit Gastronomie und Toilettenanlagen soll die Infrastruktur verbessert werden. Eine der bedeutsamsten Umstrukturierungen wird das Projekt "Betriebswerk Blumberg-Zollhaus" sein. 2015 sollen durch eine in Aussicht gestellte Tourismus-Infrastrukturförderung des Landes in Höhe von 110 000 Euro sowie Eigenkapital der Bahnbetriebe in Höhe von 77 000 Euro Fundamente für einen Lokschuppen samt Sozialräumen entstehen. Die Stiftung soll danach Gelder bereitstellen für das eigentliche Gebäude. Geplant ist zudem, Zug um Zug die Beschickung der Loks mit Kohle und Wasser vom Bahnhof Fützen ins künftige Betriebswerk Blumberg-Zollhaus zu verlegen – also den Kohlekran sowie die Werkstatt. Auch soll das bisherige Museumskonzept überarbeitet werden. Der Bahnhof Zollhaus erfahre in all diesen Punkten mittelfristig eine Steigerung der Besucherattraktivität. Letztlich verbessere dies die betriebswirtschaftliche Situation der Bahnbetriebe, zumal die Jahresbesucherzahlen stagnierten, hofft Christian Brinkmann.

Nach der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem Verein Wutachtalbahn im Frühjahr 2014 ist die Bahnbetriebe Blumberg GmbH & Co.KG, was das rollende Material betrifft, auf sich alleine gestellt. Ein Fuhrpark befindet sich im Aufbau. Die Stadt investiert eine sechsstellige Summe für Ankauf und Sanierung der Dampflokomotive 262 und sieben Reisezugwagen. Der Verein Wutachtalbahn, der sich in "Dampfbahn Schwarzwald-Bodensee (DSB) e.V." umbenennen möchte, arbeitet nun mit den "Eisenbahnfreunden Zollernbahn e.V. " (EFZ) zusammen und befährt die Strecken Schwarzwaldbahn und Dreiseenbahn.

An Investitionen in die Wutachtalbahn sind in der kommenden Dekade rund zehn Millionen Euro gedacht. Mehr als 70 Prozent davon sind im dritten Sanierungsabschnitt verplant: an Zuschüssen fünf Millionen Euro, weitere 1,7 Millionen Euro stammen aus der Tourismusförderung und 0,8 Millionen Euro aus der Denkmalschutzförderung. Selbst der Landkreis beteilige sich mit 200 000 Euro.

Weitere Informationen: "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurskunst in Deutschland", Montag, 8. September, ab 11 Uhr, Bahnhof Zollhaus

 
 

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