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Blumberg Viele setzen auf den neuen Impfstoff

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Für Stadträtin Kerstin Metz hat Gesundheit die höchste Priorität. Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einigen Hoffnungen und gesundem Optimismus sehen viele Blumberger Bürger dem neuen Jahr 2021 entgegen. Trotz der Corona Pandemie überwiegt das Positive und die Menschen schauen mit Zuversicht nach vorne.

Blumberg. Die meisten sind von der Wirkung des Corona-Impfstoffes überzeugt und setzen auf langsame Besserung. Aktuell ist aber noch strenger Lockdown angesagt. So wird an diesem Donnerstag, Silvester, nur im engsten Familienkreis gefeiert.

"Wir hoffen alle, dass bald wieder ein normales Leben einkehrt", strahlt der Blumberger Bernd Gerber, der in seiner 22-jährigen Amtszeit als Bürgermeister in Markdorf viel erlebt hat, Vertrauen auf die politischen Maßnahmen aus. "Freunde treffen, Familienfeiern oder gemeinsames Feste fehlen uns allen" vermisst er das soziale Miteinander. Dass die Fußballnationalmannschaft wieder an Respekt gewinnt ist einer seiner Wünsche. "Hier könnte ein neuer Trainer Abhilfe leisten," hat er eine klare Meinung.

Für die Stadträtin Kerstin Metz hat die Gesundheit höchste Priorität. "Dass wir irgendwann wieder reisen können," ist eine ihrer Hoffnungen. Für Blumbergs Zukunft stehen bei ihr die Sanierung des Werner Gerber Sportzentrums mit der Entstehung eines Kunstrasenplatzes, der geplante Schulcampus sowie die Erweiterung der Kernstadt mit einem Neubaugebiet an erster Stelle. "Corona hatte auch einen Vorteil. Mein Mann Jochen war weniger auf Geschäftsreisen," teilt sie mit.

Als momentan Blumbergs erfolgreichster Sportler verfolgt der U21-Deutsche-Meister (2018) im Boxen, sowie aktueller U22-Deutscher-Vizemeister Christian Fischer für 2021 klare Ziele. "Ich will bei der Elite im Schwergewicht bis 91 Kilogramm in diesem Jahr Deutscher Meister werden," sagt der 22-jährige Kämpfer. Sein Ziel, die Olympischen Spiele 2024 in Paris, hat er fest im Visier. Als Mitglied des Nationalkaders steht er auch im Lockdown intensiv im Training. Zehn bis zwölf Einheiten wöchentlich werden von ihm zur Zeit absolviert.

Den 42-jährigen Gastronom Burhan Arican, der gleich drei Wirtschaften betreibt, trifft es besonders hat. "Ich setze auf den Zusammenhalt und hoffe, dass ich spätestens im März wieder eröffnen kann. Zur Zeit erfahre ich von meinem Bruder Süleman viel Unterstützung," ist er froh. Staatliche Hilfe hat er noch keine erhalten, doch diese sei über den Steuerberater beantragt. "Bald wieder an den Wirtschaftstischen zusammen sitzen," ist sein schnellstmöglicher Wunsch.

Der 16-jährige Lenny Knöpfle sieht sich in seinem Bewegungsdrang stark eingeschränkt. Das gemeinsame Training als A-Jugendspieler des TuS Blumberg fehlt ihm sehr. "Hoffentlich geht es bald wieder los," scharrt er bereits mit den Füßen. Als großer Fußballfan des VfB Stuttgart und von Schalke 04 hofft er für beide Traditionsvereine auf den Klassenerhalt in der Bundesliga. Privat will er im nächsten Jahr einen guten Abschluss an der Blumberger Realschule absolvieren.

Sozialer Austausch fehlt an allen Ecken und Enden

Dem 40-jährigen Vorsitzenden des FC Riedöschingen, Björn Werhan, fehlt der soziale Austausch an allen Ecken und Enden. Immer noch selbst erfolgreich auf dem Platz, wünscht er sich für sein Team einen baldigen Trainingsstart. "Gemeinsame Bewegung an der frischen Luft kann nicht schaden", vertritt er eine klare Meinung. Mit seiner Mannschaft will er in der Kreisliga A2 weiterhin an der Spitze mitspielen.

Der ehemalige Vorsitzende der Blumberger Werbegemeinschaft Norbert Hinsch setzt auf ein erfolgreiches Impfen. Der einstige Inhaber eines Möbelhaus hofft, dass der Einzelhandel bald wieder öffnen kann. "Von den Querdenkern halte ich in der Corona-Krise gar nichts. Uns hilft nur die gemeinsam Disziplin weiter", legt sich der 72-Jährige klar fest. Als ehemaliger Organisator von einigen Blumberger Gewerbeschauen und mehr als 20 Weihnachtsmärkten in der Innenstadt weiß er, wie wichtig ein gemeinsamer Geist ist.

"Ich komme mir in diesen Zeiten immer öfters nutzlos vor", beschreibt die langjährige Angestellte in der Gastronomie, Manuela Kuchta ihre Lage. Sie hofft, dass im Frühjahr wieder alles besser wird und sich die Menschen auf den Terrassen treffen. "Zur Zeit bleibt mir nur meine Katze", schildert sie. In ihrer unfreiwilligen Kurzarbeit sei ihr oft langweilig. "Dass man wieder fröhlich zusammen sitzt", ist einer ihrer Wünsche für das kommende Jahr. Wie so viele schaut sie hier mit der nötigen Energie und frohen Mutes nach vorne.

In unserer Silvester-Ausgabe kommen regelmäßig Bürger aus Blumberg und seinen Teilorten zu Wort, die ihre Hoffnung, Wünsche und Sicht für das neue Jahr schildern. Geht es bei den Antworten der Befragten normalerweise um Fragen der Politik in der Gemeinde und im Großen sowie um sportliche Ereignisse wie Fußball-Weltmeisterschaften, prägen bei den Antworten dieses Jahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Unsicherheit, wann wieder ein Stück Normalität einkehren wird, die Aussagen.

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