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Blumberg Rede des Ortsvorstehers sorgt für Ärger

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Die Zehntscheuer in Fützen steht im Mittelpunkt des Streits, in dem Ortsvorsteher Ewald Gut jetzt den Unmut seiner sieben Kollegen zu spüren bekommt. Foto: Stiller/Strohmeier

Blumberg - Die Sitzung des Gemeinderates gestern Abend endete mit einem Paukenschlag. Sieben der acht Ortsvorsteher distanzierten sich in einem öffentlichen Schreiben (siehe Info), das der Bürgermeister verlas, vom Vorgehen ihres Kollegen Ewald Gut. Der kündigte an, Konsequenzen zu ziehen.

Bürgermeister Markus Keller hatte das Schreiben am Morgen erhalten. Nach der vergangenen Sitzung des Gemeinderates, als Vereinsvertreter aus Fützen vehement für die Nutzung der Zehnscheuer als künftiges Feuerwehrgerätehaus, statt eines Anbaus ans Schulhaus plädierten und die Ortsvorsteher wie auch die Mehrheit der Stadträte den Eindruck hatten, dass dabei im Vorfeld gezielt entsprechende Informationen an die Interessengruppen weitergegeben worden waren, hatten sich die Ortsvorsteher untereinander beraten, wie gestern aus deren Runde zu hören war. Das Fass zum Überlaufen brachte schließlich die "Brandrede", die Gut in seiner Funktion als Ortsvorsteher bei der Herbstprobe der Fützener Feuerwehr hielt und in der er die Gemeinschaft darauf einschwor, die Belange und Gleichstellung von Fützen in Blumberg durchzusetzen. Die Ortsvorsteher verfassten die gemeinsame Stellungnahme.

Bürgermeister Keller sah es ebenfalls als nicht gut an, wenn ein Ortsvorsteher ein Thema, wie aktuell den Ausbau des Feuerwehrgerätehauses, in einer Rede bei einer Feuerwehrprobe befeuere. Ein Ortsvorsteher müsse klar unterscheiden, was er in seiner Funktion von sich gebe, sonst komme es zu Missverständnissen.

In der vergangenen Ratssitzung hätten alle gemerkt, dass die Bude bei dem Thema brennt. In seinen vergangenen vier Amtsjahren habe er eine solche Eskalation wie bei der vergangenen Sitzung, noch nicht erlebt. Er habe den Eindruck, dass die Stimmung nachhaltig gestört sei. Keller appellierte an alle Beteiligten, zum sachlichen Dialog zu kommen und drei, vier Gänge zurückzuschalten. Der Gemeinderat habe bei dem Thema mehrfach die Türe nicht zugeschlagen, betonte Keller und bot erneut den betroffenen Vereinen den offenen Dialog an.

Eine Entscheidung zum Feuerwehrgerätehaus Fützen stehe entsprechend dem Feuerwehrkonzept erst nach den Sanierungen in Blumberg und Achdorf an. Bis dahin sei Zeit die Köpfe wieder so weit abzukühlen, dass sachlich entschieden werden könne.

Alle Beteiligten sollten über den Schatten springen und neu anfangen, warb der Bürgermeister. Bei der 750-Jahr-Feier oder auch in der Feldwegekommission habe sich gezeigt, wie stark man sein, wenn Dinge gemeinsam angegangen würden.

Ewald Gut zeigte sich von dem Vorstoß der Ortsvorsteher-Kollegen völlig überrascht. Das Schreiben verwundere ihn, sagte er. Wenn ihm darin Lüge vorgeworfen würde, dann tue dies weh. Auf Nachfrage erklärte Gut, er komme mit fast allen Ortsvorstehern gut aus. 90 Prozent dessen, was in dem Schreiben ausgesagt werde, könne er nicht nachvollziehen. Noch in der Sitzung hatte Gut erklärt, er werde die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Welche, ließ er offen. 

Ihre Redaktion vor Ort Blumberg

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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