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Blumberg Ostern mal anders

Von
Foto: Bertram Sutter Foto: Schwarzwälder Bote

Ostern ist nicht nur ein Kirchen-, sondern auch ein Familienfest. So wie bei Familie Sutter aus Riedöschingen, die Ostern im engsten Familienkreis in der kleinen Schabelhof-Kapelle zelebrierte.

Blumberg-Riedöschingen. Ostern ist das höchste Fest im Kirchenjahr und für die meisten Gläubigen ohne Gottesdienst eigentlich undenkbar. Wie begingen sie das Osterfest in der aktuellen Ausnahmesituation, in der die Kirchen wegen der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen bleiben müssen?

Pfarrgemeinderat Bertram Sutter und seine Frau Simone sowie die drei Töchter Katja (zwölf Jahre), Karolin (neun) und Maraike (vier) machten keine Abstriche bei der Feier der österlichen Gottesdienste. Wohnhaft auf den Schabelhöfen, einem Kleinod von Aussiedlerhöfen etwas außerhalb Riedöschingens gelegen, haben sie Zugang zur Schabelhof-Kapelle, einer kleinen Holzkapelle aus dem Jahr 1851, die 1989 von den Bewohnern der Schabelhöfe mühe- und liebevoll restauriert wurde. Dort begingen sie zu fünft auch die diesjährigen Osterfeierlichkeiten. Am fünften Sonntag der Fastenzeit feierten sie hier bereits ihren eigenen kleinen Wortgottesdienst, den Mutter Simone mit der jüngsten Tochter Maraike vorbereitet hatte.

Am Palmsonntag zu Beginn der Karwoche kamen sie erneut zum Wortgottesdienst in der Kapelle zusammen, für den diesmal die beiden größeren Schwestern Karolin und Katja die Vorbereitungen mit der Auswahl der Lieder und Fürbitten übernommen hatten, während Mutter Simone mit der kleinen Maraike die Palmwedel hergestellt hatte, so dass die gesamte Familie eingebunden war. Bertram Sutter hat bereits jahrelange Erfahrung in der Mitgestaltung von Gottesdiensten, zum Beispiel bei den örtlichen St. Martinsfeiern oder auch Familiengottesdiensten zu Weihnachten. Orientierung und einen Leitfaden bezüglich der Abläufe und Texte bietet dabei das Messbuch "Schott", das ursprünglich 1884 vom einstigen Beuroner Benediktiner Pater Anselm Schott herausgegeben wurde.

Als abschließenden Höhepunkt der Karwoche fand sich die Familie am Ostersamstag abends erneut an der Kapelle ein und entzündete zu Beginn der Osternacht ein Osterfeuer (Bild oben) zur Feier der Auferstehung Jesu.

Natürlich hat nicht jeder das Glück, eine Kapelle direkt vor seiner Haustür vorzufinden wie die Familie Sutter, und so mussten sich die meisten Gläubigen wohl auf die eigenen vier Wände beschränken, um in kleinen eigenen Hausandachten oder beim Mitfeiern der abgehaltenen Gottesdienste die Osterfeierlichkeiten zu begehen. Die Schabelhof-Kapelle mit dem Heiligen Sebastian war jedoch nicht nur wegen der räumlichen Nähe ein geeigneter Ort, sondern besonders in der aktuellen Situation mit der Corona-Pandemie ein sehr passender Raum, weil dieser als Schutzpatron gegen die Pest und andere Seuchen gilt, da man seiner Fürbitte das schnelle Erlöschen der Pest im Jahr 680 nach Christus in Rom zusprach.

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